Franziska Preuß wehrt sich gegen Psychoterror nach Karriereende im Biathlon
Preuß wehrt sich gegen Psychoterror nach Karriereende

Franziska Preuß beendet Biathlon-Karriere und wehrt sich gegen Psychoterror

Die deutsche Biathletin Franziska Preuß hat am Samstag in Antholz ihre erfolgreiche Karriere beendet. Für die 31-Jährige war der Olympia-Massenstart das letzte Rennen, doch ein Happy End mit einer olympischen Einzelmedaille blieb ihr verwehrt. Dies rief zahlreiche Kritiker auf den Plan, gegen die sich Preuß nun im Eurosport-Interview deutlich zur Wehr setzt.

„Ich hab doch nichts Kriminelles gemacht“

Preuß äußert sich entschieden zu den Anfeindungen, die sie nach ihren Olympia-Leistungen erlebte: „Dieser Psychoterror, den man da durchmacht, und die Tatsache, dass dann jeder sagt: 'Schau ja nicht in Social Media, was über Dich geschrieben wird' - da denkt man sich: Ich bin doch eigentlich kein schlechter Mensch und hab‘ nichts Kriminelles gemacht.“

Vor allem nach wiederholten Problemen im letzten Schießen wurde sie zur Zielscheibe im Netz. Immer wieder warf sie Edelmetall im entscheidenden Moment weg. Nur in der Mixed-Staffel reichte es trotz einer Strafrunde zu Bronze. Dieser Umstand sorgte für erheblichen Hass und Kritik in den sozialen Medien.

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Doch Preuß betont, dass sie sich deshalb nicht beweisen musste: „Da habe ich wirklich gedacht, es ist mir jetzt gar keine Medaille mehr wert. Deswegen passt’s jetzt genauso wie es ist.“

Perfekter Abschluss trotz enttäuschender Platzierung

Im Massenstart, dem letzten Rennen ihrer Karriere, spielte Preuß um Gold keine Rolle mehr. Sie beendete das Rennen als 28., doch dieser Umstand war an diesem besonderen Tag nebensächlich.

„Es war wirklich nochmal ein schöner Tag, der perfekte Abschluss. Ich bin wirklich glücklich, dass das Kapitel jetzt rum ist, dass es geschafft ist. Jetzt freue ich mich auf alles, was kommt“, erklärte die Athletin sichtlich erleichtert.

Erfolgreiche Karriere mit Höhepunkten

Über 13 Jahre gehörte Franziska Preuß zum deutschen Weltcup-Team und sammelte zahlreiche Erfolge:

  • Zwei WM-Goldmedaillen
  • Sechs Silbermedaillen
  • Drei Bronzemedaillen
  • Gewinn des Gesamtweltcups 2024/25

Nun ist endgültig Schluss. Bei den noch anstehenden Weltcup-Stationen in Kontiolahti (Finnland), Otepää (Estland) und Oslo (Norwegen) wird sie nicht mehr an den Start gehen.

Abschied mit gemeinsamen Drink

Doch die Fans können sich auf ein letztes Wiedersehen mit Deutschlands Sportlerin des Jahres freuen. Preuß kündigte an: „Ich werde nochmal nach Oslo kommen und die Mädels da nochmal anfeuern und spätestens da gibt es dann einen gemeinsamen Drink.“

Die Biathletin verlässt die Wettkampfbühne mit gemischten Gefühlen – einerseits erleichtert über das Ende des Drucks, andererseits nachdenklich über die harte Kritik, die sie in ihrer letzten Saison erfahren musste.

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