Raimund glänzt mit Karrierebestleistung im Skifliegen
Knapp drei Wochen nach seinem Olympiasieg auf der Kleinschanze in Predazzo hat Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund beim Weltcup am Kulm in der Steiermark sein bisher bestes Ergebnis in der Disziplin Skifliegen erzielt. Der Oberstdorfer landete auf dem sechsten Platz und zeigte damit in einer Sprungart, die er bislang nicht zu seinen bevorzugten zählte, bemerkenswerte Fortschritte.
Starker Auftritt der DSV-Adler
Mit Weiten von 203,5 und 209,5 Metern war Raimund bester Springer des deutschen Skiverbands (DSV) und verbesserte seine bisherige Bestmarke im Skifliegen deutlich, da er zuvor noch nie unter den Top Ten gelandet war. Andreas Wellinger, der vor zwei Jahren in Bad Mitterndorf Vizeweltmeister wurde, belegte den neunten Rang. Der ehemalige Skiflug-Weltmeister Karl Geiger erreichte Platz 20.
Prevc setzt sich hauchdünn durch
Der slowenische Skiflug-Weltmeister Domen Prevc feierte seinen zwölften Saisonsieg mit Sprüngen auf 213,5 und 228,5 Metern, was 433,0 Punkten entsprach. Er setzte sich damit äußerst knapp vor dem Österreicher Stephan Embacher durch, der nach dem ersten Durchgang noch in Führung gelegen hatte und seinen ersten Weltcupsieg um weniger als einen Meter verpasste. Den dritten Platz belegte Embachers Landsmann Jonas Schuster, der als Sohn des früheren deutschen Bundestrainers Werner Schuster erstmals im Weltcup auf dem Podest stand.
Gemischte Ergebnisse für weitere DSV-Springer
Die zweite Hälfte der deutschen Mannschaft verpasste den Einzug in den zweiten Durchgang. Tourneesechster Felix Hoffmann, dem gegen Saisonende die Energie fehlt, schied als 32. aus, ebenso wie Luca Roth (34.) und Pius Paschke (37.). Am Sonntag findet am Kulm ein weiteres Einzelfliegen statt, das um 13:30 Uhr in der ARD und auf Eurosport übertragen wird.
Insgesamt demonstrierte der Wettbewerb die starke Form von Philipp Raimund, der sich nach seinem Olympiaerfolg weiterhin als verlässlicher Leistungsträger für den deutschen Skisprungsport erweist. Die Veranstaltung unterstrich zudem die Dominanz von Domen Prevc im Gesamtweltcup, dessen Führungsposition kaum noch gefährdet scheint.



