Deutsches Rodel-Duo Eitberger/Matschina auf Medaillenkurs bei Olympia-Premiere
Cortina d'Ampezzo – Die olympische Premiere des Rodel-Doppelsitzers bei den Winterspielen 2026 in Cortina d'Ampezzo verspricht ein packendes Finale. Das deutsche Duo Dajana Eitberger und Magdalena Matschina liegt nach dem ersten von zwei Läufen auf einem hervorragenden zweiten Platz und hat damit alle Chancen auf eine Medaille, möglicherweise sogar auf Gold.
Hauchdünner Rückstand nach technisch anspruchsvollem Lauf
Mit Startnummer sechs ins Rennen gegangen, mussten Eitberger vom RC Ilmenau und ihre 15 Jahre jüngere Partnerin Matschina vom SV Bad Feilnbach einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Eine leichte Berührung mit der Bahnbande im oberen Streckenabschnitt kostete das Duo wertvolle Zehntelsekunden. Dennoch zeigten die beiden Rodlerinnen im unteren Teil der Bahn ihre Klasse und konnten den Lauf stark beenden.
Am Ende des ersten Durchgangs beträgt der Rückstand auf die führenden Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer lediglich 0,022 Sekunden. Diese minimale Differenz macht deutlich, dass im abschließenden zweiten Lauf alles möglich ist – der Traum von Olympia-Gold ist für das deutsche Team absolut realistisch.
Österreichische Weltmeisterinnen auf Platz drei
Hinter dem deutschen Duo platzierten sich die österreichischen Weltmeisterinnen Selina Egle und Lara Kipp, die aktuell auch die Weltcup-Gesamtwertung anführen. Auch sie hatten mit einer Bandenberührung zu kämpfen, konnten ihren Schlitten aber geschickt stabilisieren und bleiben damit im Medaillenrennen.
Die engen Zeitabstände zwischen den Top-Teams versprechen ein äußerst spannendes Finale am heutigen Wettkampftag. Die Entscheidung über die ersten Olympiamedaillen in der Geschichte des Rodel-Doppelsitzers der Frauen fällt im zweiten und letzten Lauf.
Erfahrung und Jugend im optimalen Mix
Das deutsche Duo vereint dabei eine interessante Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Elan. Die 35-jährige Dajana Eitberger bringt ihre umfangreiche Erfahrung aus Einzelwettbewerben ein, während die 20-jährige Magdalena Matschina mit ihrer Dynamik und Anpassungsfähigkeit überzeugt. Diese Kombination könnte sich im entscheidenden Finallauf als entscheidender Vorteil erweisen.
Die olympische Premiere dieser Disziplin zeigt bereits nach dem ersten Lauf, dass der Rodel-Doppelsitzer der Frauen zu den Highlights der Winterspiele 2026 gehören wird. Die Athletinnen demonstrieren höchstes technisches Können bei atemberaubenden Geschwindigkeiten auf der anspruchsvollen Bahn in Cortina d'Ampezzo.



