Rodel-Weltcup: Loch und Taubitz vor Triumph in Altenberg – Bayern-Express dominiert
Die Rodel-Saison neigt sich ihrem Höhepunkt entgegen, und für Felix Loch und Julia Taubitz zeichnet sich ein historischer Erfolg ab. Beim ersten Weltcup nach den Olympischen Spielen in St. Moritz festigten die deutschen Spitzenathleten ihre Führungspositionen und haben nun beste Aussichten, den Gesamtweltcup in Altenberg zu gewinnen. Diese Entwicklung unterstreicht die anhaltende Dominanz des deutschen Rodelsports, der in dieser Saison erneut von herausragenden Leistungen geprägt ist.
Felix Loch baut Vorsprung aus – Müller verzichtet in Altenberg
Felix Loch, der bei den Olympischen Spielen enttäuscht hatte, zeigte in St. Moritz eine starke Rückkehr. Der 36-jährige Bayer belegte hinter dem Cortina-Gold-Gewinner Max Langenhan den zweiten Platz und baute seinen Vorsprung im Ranking weiter aus. Mit nun 16 Punkten Vorsprung auf seinen einzigen verbliebenen Rivalen, Jonas Müller aus Österreich, ist Lochs achter Gesamterfolg so gut wie sicher. „Im Großen und Ganzen bin ich wirklich zufrieden. Es waren zwei super Läufe. Es passt, so kann es weitergehen in Altenberg“, kommentierte Loch seine Leistung.
Interessant ist, dass Müller trotz der Chance auf die große Kristallkugel in Altenberg nicht antreten wird. Der Österreicher fürchtet das Verletzungsrisiko auf der ungeliebten Bahn, ähnlich wie im Vorjahr. Diese Entscheidung macht Lochs Weg zum Titel noch klarer und unterstreicht die strategische Bedeutung der Bahn in Altenberg für den Saisonausgang.
Julia Taubitz führt bei den Frauen – Duell mit Merle Fräbel
Bei den Frauen liegt Olympiasiegerin Julia Taubitz mit 19 Punkten Vorsprung vor ihrer Teamkollegin Merle Fräbel. Taubitz feierte in St. Moritz ihren 32. Weltcupsieg der Karriere und demonstrierte damit ihre konstante Stärke. Fräbel, die in der Schweiz den zweiten Platz belegte, kündigte jedoch keck an: „In Altenberg wird noch mal angegriffen.“ Dieses Duell verspricht Spannung im Finale und zeigt die Tiefe des deutschen Frauenteams, das international Maßstäbe setzt.
Wendl und Arlt bereits am Ziel – Rekord als erfolgreichste Wintersportler
Bereits vor dem Saison-Finale haben Tobias Wendl und Tobias Arlt ihr Ziel erreicht. Den beiden 38-jährigen Bayern reichte in St. Moritz ein dritter Platz, um den Gesamtweltcup im Doppelsitzer zu gewinnen. „Wir haben nun den Gesamtweltcup gewonnen, und das freut uns am allermeisten“, sagte Wendl. Bundestrainer Patric Leitner lobte: „Respekt und Anerkennung, meine Herren. Das habt ihr super gemacht.“ Für Wendl und Arlt ist dies bereits der siebte Gesamtsieg, eine bemerkenswerte Leistung, die ihre Ausnahmestellung im Sport untermauert.
Die beiden Rodler hatten bei der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele in Verona als Fahnenträger das deutsche Team angeführt und bei ihren letzten Olympischen Spielen Bronze im Doppelsitzer sowie Gold mit der Team-Staffel geholt. Damit sind sie die erfolgreichsten deutschen Teilnehmer bei Winterspielen. Insgesamt kommt der sogenannte „Bayern-Express“ auf sieben Gold- und eine Bronzemedaille seit 2014 und übertraf damit die ehemalige Teamkollegin Natalie Geisenberger, die sechsmal Gold und einmal Bronze gewinnen konnte.
Ausblick auf das Finale in Altenberg
Das Saison-Finale in Altenberg verspricht, ein denkwürdiger Höhepunkt zu werden. Mit Felix Loch und Julia Taubitz, die kurz vor ihrem Gesamtsieg stehen, und den bereits triumphierenden Wendl und Arlt, zeigt der deutsche Rodel-Sport eine beeindruckende Breite und Tiefe. Die starke Performance in St. Moritz hat die Weichen gestellt, und nun blicken alle gespannt auf die Entscheidungen in Altenberg, wo die Kristallkugeln vergeben werden. Diese Saison unterstreicht einmal mehr, dass Deutschland im Rodel-Sport eine führende Rolle einnimmt, getragen von Athleten, die kontinuierlich Höchstleistungen erbringen.



