Rodeln: Loch verteidigt Weltcup-Führung knapp, Langenhan feiert Sieg in St. Moritz
Rodeln: Loch hält Führung, Langenhan siegt in St. Moritz

Spannendes Rodel-Duell: Loch verteidigt Führung vor Saisonfinale

In einem packenden vorletzten Weltcuprennen der Saison in St. Moritz hat der deutsche Rodel-Rekordweltmeister Felix Loch seine Führung im Gesamtweltcup erfolgreich verteidigt. Der Berchtesgadener fuhr auf Rang zwei und profitiert dabei vom Patzer seines direkten Rivalen Jonas Müller aus Österreich. Der Sieg ging an Olympiasieger Max Langenhan aus Friedrichroda, der damit seinen ersten Weltcupsieg seit über einem Jahr feierte.

Entscheidende Phase mit dramatischem Verlauf

Nach dem ersten Lauf hatte Jonas Müller noch vor Langenhan und Loch geführt. In der entscheidenden Phase patzte der Österreicher jedoch und fiel hinter die beiden Deutschen zurück. Langenhan lag am Ende mit 0,347 Sekunden Vorsprung vor Loch, Müller hatte 0,758 Sekunden Rückstand. David Nößler aus Schmalkalden wurde Neunter, Timon Grancagnolo aus Chemnitz erreichte Rang 13.

Mit diesem Ergebnis reist Felix Loch nun mit 701 Punkten und einem Vorsprung von 16 Punkten vor Jonas Müller (685 Punkte) zum Saisonfinale nach Altenberg. Dem deutschen Routinier reicht dabei sogar Platz zwei im letzten Rennen, selbst wenn Müller gewinnen sollte. Max Langenhan liegt mit 605 Punkten auf Rang drei und hat nur noch theoretische Chancen auf den Gesamterfolg.

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Historischer Ausblick auf das Finale in Altenberg

Für Felix Loch wäre ein Erfolg in Altenberg der achte Gesamtweltcuptitel seiner Karriere. Zuletzt hatte er sich die Kristallkugel im Jahr 2021 gesichert. In den beiden vergangenen Saisons triumphierte jeweils Max Langenhan, der jedoch vor seinen Olympiasiegen mit Formproblemen zu kämpfen hatte. Loch selbst war in diesem Winter überraschend wiedererstarkt, nachdem er in Cortina seine dritte Einzelmedaille nach Gold 2010 und 2014 verpasst hatte.

Bereits am Samstag hatten sich im Doppelsitzer die deutschen Rekordrodler Tobias Wendl und Tobias Arlt vorzeitig den Gesamtsieg gesichert. Den beiden reichte dafür Platz drei kurz nach ihren letzten Olympischen Winterspielen. Bei den Frauen sicherten sich die Österreicherinnen Selina Egle und Lara Kipp die Krone.

Taubitz führt im Frauen-Einsitzer

Im Einsitzer der Frauen übernahm Olympiasiegerin Julia Taubitz aus Oberwiesenthal die Spitzenposition von der Österreicherin Lisa Schulte. Mit 19 Punkten Vorsprung vor Merle Fräbel aus Suhl steht Taubitz unmittelbar vor ihrem sechsten Triumph im Gesamtweltcup und ihrem fünften in Folge. Das unterstreicht die starke Position der deutschen Rodlerinnen in dieser Disziplin.

Das Finale in Altenberg verspricht damit einen spannenden Showdown, bei dem nicht nur die Einzeltitel, sondern auch die deutsche Dominanz im Rennrodeln erneut unter Beweis gestellt werden könnte.

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