Nach 22 Jahren im Weltcup: Skistar Romed Baumann beendet seine Karriere
Der deutsche Skirennläufer Romed Baumann hat seinen Rücktritt vom aktiven Skisport bekannt gegeben. Der 40-Jährige wird nach einer beeindruckenden Karriere von 22 Jahren im alpinen Weltcup seinen letzten Wettkampf bestreiten.
Abschiedsrennen in Garmisch-Partenkirchen
Baumann kündigte an, am Sonntag in Garmisch-Partenkirchen sein 388. und letztes Weltcup-Rennen zu absolvieren. Der wegen Nebels verschobene Super-G soll um 12.45 Uhr gestartet werden. Damit findet die lange Karriere des erfahrenen Athleten einen würdigen Abschluss.
Erfolgreiche Karriere mit Höhepunkten
Der größte Erfolg in Baumanns Karriere war der Gewinn der WM-Silbermedaille im Super-G im Jahr 2021. Zuvor hatte der gebürtige Österreicher bereits 2013 WM-Bronze in der mittlerweile abgeschafften Super-Kombination gewonnen. In dieser Disziplin gelangen ihm auch seine beiden einzigen Weltcup-Siege.
Baumann war 2019 zum deutschen Skiverband gewechselt und wurde zu einem wichtigen Teil des damals starken deutschen Abfahrtsteams. Seine Beständigkeit bewies er besonders in der Abfahrt, wo er mit 167 Starts den Rekord in dieser Disziplin hält.
Die Entscheidung für den Rücktritt
Der Abschied hatte sich bereits am Samstag angedeutet, als Baumann sein 167. Abfahrtsrennen bestritt. Nach dem Rennen auf der Kandahar-Strecke räumte er ein, nicht mehr in der Lage zu sein, sich am Limit zu bewegen. "Ich habe nichts riskiert, ich habe mir nicht zugetraut, dass ich da nochmal draufsteige", erklärte der erfahrene Skifahrer.
In der aktuellen Saison war der mittlerweile 40-Jährige nur noch zweimal unter die ersten 20 im Weltcup gekommen. Diese Leistungen reichten nicht aus, um sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren, was letztlich die Entscheidung für das Karriereende beschleunigte.
Ein Kapitel deutscher Skigeschichte schließt sich
Mit Baumanns Rücktritt endet eine Ära im deutschen Skisport. Seine 22-jährige Weltcup-Präsenz, die Rekordzahl von Abfahrtsstarts und seine internationalen Medaillenerfolge machen ihn zu einer bedeutenden Figur im alpinen Skisport. Der Super-G am Sonntag in Garmisch-Partenkirchen markiert nicht nur sein letztes Rennen, sondern auch den Abschluss einer bemerkenswerten sportlichen Laufbahn.



