Neue Führung für deutsches Damen-Biathlon: Sandra Flunger übernimmt als Bundestrainerin
Nach einem enttäuschenden Winter für die deutschen Biathlon-Damen hat der Deutsche Skiverband (DSV) einen personellen Wechsel an der Spitze vollzogen. Die Österreicherin Sandra Flunger (44) wird mit sofortiger Wirkung die neue Chef-Bundestrainerin des Damen-Teams. Sie übernimmt das Amt von Sverre Olsbu Røiseland, der das Trainerteam verlässt.
Erfahrung aus Österreich und der Schweiz
Flunger bringt umfangreiche internationale Erfahrung mit in ihre neue Position. Von 2018 bis 2024 betreute sie die Frauen-Nationalmannschaften Österreichs und der Schweiz, wo sie zuletzt als Cheftrainerin tätig war. Besonders ihre Arbeit mit der österreichischen Top-Athletin Lisa Hauser wird im DSV als Referenz gewertet. „Sandra Flunger hat sich auf höchstem Niveau als Trainerin etabliert“, betonte DSV-Sportdirektor Bernd Eisenbichler in der offiziellen Verbandsmitteilung.
Reaktion auf schwache Saison 2025/2026
Die Entscheidung für einen Trainerwechsel fällt nach einem enttäuschenden Weltcup-Winter. Die deutschen Biathlon-Damen erreichten in der Saison 2025/2026 nur dreimal das Podest:
- Zweimal in der Staffel (jeweils Platz 3 in Hochfilzen und Oberhof)
- Einmal durch Franziska Preuß in einem Einzelrennen
Flungers Vision für das deutsche Team
In ihrer ersten Stellungnahme als neue Bundestrainerin zeigte sich Flunger optimistisch: „Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe im Deutschen Skiverband und die damit verbundene Herausforderung. Deutschland gehört seit jeher zu den führenden Biathlon-Nationen. Entsprechend muss es unser Anspruch sein, das vorhandene Potenzial bestmöglich zu entwickeln.“ Sie kündigte an, gemeinsam mit dem Trainerteam und den Athletinnen gezielt an der Weiterentwicklung des Teams zu arbeiten.
Neue Strukturen im Trainerteam
Neben Flunger kommt es auch im Co-Trainer-Bereich zu Veränderungen. Denny Andritzke (37) übernimmt das Amt des Co-Trainers von Kristian Mehringer (44), der innerhalb des Verbandes eine neue Aufgabe antreten wird. Diese personellen Weichenstellungen sollen dem deutschen Damen-Biathlon frischen Schwung verleihen und die Voraussetzungen für zukünftige Erfolge schaffen.
Langfristige Perspektive
DSV-Sportdirektor Eisenbichler unterstrich die strategische Bedeutung der Entscheidung: „Sandra kennt die Anforderungen im Weltcup genau und bringt die notwendige Expertise mit, um unsere Frauenmannschaft gezielt weiterzuentwickeln. Wir setzen damit ein klares Zeichen für die zukünftige Ausrichtung im Frauenbiathlon.“ Der Verband erhofft sich von der erfahrenen Österreicherin nicht nur kurzfristige Verbesserungen, sondern eine nachhaltige Entwicklung des gesamten Damen-Kaders.



