Peter Schlickenrieder ist nicht länger Skilanglauf-Bundestrainer. Der Deutsche Skiverband (DSV) gab bekannt, dass der 56-jährige Olympia-Silbermedaillengewinner von 2002 durch Michael Bonfert (38) ersetzt wird. Schlickenrieder bleibt jedoch Sportdirektor, eine Position, die er seit Mai 2025 gemeinsam mit Wencke Hölig innehat.
Wechsel nach Olympia-Saison
Schlickenrieder war seit 2018 Bundestrainer der deutschen Skilangläuferinnen und Skilangläufer. Die Doppelrolle als Chefcoach und Sportdirektor hatte er im vergangenen Jahr übernommen, nachdem Andreas Schlütter in die Geschäftsführung der DSV Leistungssport GmbH gewechselt war. Unter seiner Führung feierten die deutschen Athleten beachtliche Erfolge.
Erfolge unter Schlickenrieder
Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking gewannen Victoria Carl und Katharina Hennig völlig überraschend Gold im Teamsprint. Zudem holte die Frauen-Staffel Silber. Bei den jüngsten Winterspielen im Februar in Norditalien sicherten sich Laura Gimmler und Coletta Rydzek mit Bronze im Teamsprint die einzige Medaille für die deutschen Skilangläufer.
Schlickenrieder äußerte sich positiv über seinen Nachfolger: „Mit Michael Bonfert gewinnen wir einen Cheftrainer, der unsere gemeinsame Ausrichtung der vergangenen Jahre bestens kennt und mit hoher Expertise fortführen wird.“
Umstrukturierung im Trainerteam
Im Zuge der Umstrukturierung, die der DSV am Montag verkündete, wird zudem der Norweger Torstein Dagestad neuer Trainer der Männer. Michael Bittner übernimmt die Frauenmannschaft. Der zweimalige Weltmeister Axel Teichmann (46), bislang Disziplin-Trainer der Frauen, fungiert künftig als Head of Performance.
Damit stellt der DSV die Weichen für die Zukunft und setzt auf frische Impulse im Trainerteam, während Schlickenrieder seine Erfahrung weiterhin als Sportdirektor einbringt.



