Skilanglauf-Olympia: Fink auf Rang 19 bei Karlssons zweitem Gold
Skilanglauf: Fink bei Karlssons zweitem Gold auf Rang 19

Skilanglauf-Olympia: Deutsche Enttäuschung bei Karlssons Gold-Show

Die deutschen Skilangläuferinnen haben bei den Olympischen Winterspielen in Lago di Tesero eine herbe Enttäuschung erlebt. Im Freistil-Rennen über zehn Kilometer sorgte Pia Fink als 19. lediglich für das beste Ergebnis des Deutschen Skiverbands (DSV). Die überragende Siegerin war erneut die Schwedin Frida Karlsson, die damit ihr zweites Gold bei diesen Spielen sicherte.

Karlsson dominiert bei ungewöhnlich warmen Bedingungen

Frida Karlsson benötigte bei Temperaturen von sieben Grad Celsius, bei denen mehrere Läuferinnen mit kurzen Ärmeln und Hosen antraten, eine Zeit von 22:49,2 Minuten. Wie bereits im Skiathlon fünf Tage zuvor lag sie klar vor ihrer Teamkollegin Ebba Andersson, die mit einem Rückstand von 46,8 Sekunden Silber gewann. Bronze ging an die US-Amerikanerin Jessie Diggins, die trotz einer Rippenprellung an den Start gegangen war und 49,7 Sekunden hinter Karlsson blieb.

Mit diesem Sieg ging bei den Frauen bereits die dritte Goldmedaille der Olympischen Spiele nach Schweden, was die schwedische Dominanz im Skilanglauf unterstreicht.

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Deutsche Läuferinnen weit abgeschlagen

Pia Fink, die im Skiathlon noch den zwölften Platz belegt hatte, kam mit einem Rückstand von 1:55,0 Minuten ins Ziel. Hinter ihr landeten aus deutscher Sicht die amtierende Junioren-Weltmeisterin Helen Hoffmann auf Rang 28 mit einem Rückstand von 2:18,2 Minuten und Sofie Krehl auf Platz 42 mit 3:01,9 Minuten Rückstand. Die kurzfristig angereiste Olympia-Debütantin Theresa Fürstenberg aus Partenkirchen fiel noch weiter zurück.

Trainer loben Karlssons außergewöhnliche Form

Der deutsche Frauen-Trainer Per Nilsson, der gleichzeitig Karlssons Heimtrainer ist, zeigte sich beeindruckt: "Frida ist on fire. Sie ist eine außergewöhnliche Läuferin." Auch Bundestrainer Peter Schlickenrieder zog den Hut vor der Schwedin: "Frida hat sich akribisch auf diese Spiele vorbereitet, viele Rennen ausgelassen und viel Höhentraining absolviert. Sie ist in bestechender Form."

Teamsprint-Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler, die vor vier Jahren im von ihr favorisierten klassischen Stil über zehn Kilometer Fünfte geworden war, hatte mit Blick auf die Staffel am Samstag auf dieses Rennen verzichtet.

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die deutschen Skilangläuferinnen im internationalen Vergleich noch Aufholbedarf haben, während Schweden mit Athletinnen wie Frida Karlsson weiterhin Maßstäbe setzt.

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