Deutsches Skisprung-Duo knapp am Podest vorbei
Im finnischen Lahti hat das deutsche Skisprung-Duo Philipp Raimund und Felix Hoffmann erneut knapp das Podest verfehlt. Beim zweiten Super-Team-Wettkampf der Weltcup-Saison landeten die beiden Athleten nach drei Durchgängen auf dem vierten Platz. Der Sieg ging wie bereits bei den Olympischen Spielen an Österreich, vertreten durch Daniel Tschofenig und Jan Hörl.
Minimaler Abstand zum Treppchen
Mit 804,1 Punkten fehlten Raimund und Hoffmann lediglich 1,2 Zähler zum dritten Platz, was einer Distanz von etwa 66 Zentimetern entspricht. Besonders bitter: Bei den Olympischen Winterspielen hatte das deutsche Duo sogar nur 0,3 Punkte zur Bronzemedaille gefehlt. "Sowohl Olympiasieger Raimund als auch Hoffmann hatten bei ihren Sprüngen noch Luft nach oben", analysierten Experten nach dem Wettkampf.
Raimund, der erst am Freitag auf der großen Salpausselkä-Schanze seinen ersten Weltcupsieg gefeiert hatte, konnte diese Leistung im Teamwettbewerb nicht wiederholen. Sein Partner Hoffmann zeigte ebenfalls solide, aber nicht überragende Sprünge.
Österreich dominiert erneut
Die österreichischen Skispringer Tschofenig und Hörl dominierten den Wettbewerb mit 858,6 Punkten deutlich. Damit stand Österreich auch im neunten Super-Team-Event der Weltcup-Geschichte auf dem obersten Podestplatz. Die weiteren Platzierungen:
- Platz 2: Slowenien (Domen Prevc und Anze Lanisek) mit 836,8 Punkten
- Platz 3: Finnland (Antti Aalto und Niko Kytösaho) mit 805,3 Punkten
- Platz 4: Deutschland (Philipp Raimund und Felix Hoffmann) mit 804,1 Punkten
Dramatische Ausfälle und olympische Erinnerungen
Der Wettkampf war von mehreren dramatischen Momenten geprägt. Gleich zwei Teams – Kasachstan und Mitfavorit Japan – konnten den Wettbewerb nicht beenden. Der japanische Skispringer Ren Nikaido wurde disqualifiziert, nachdem er mit zu wenig Gewicht für seine Skilänge angetreten war. Nikaido, dreimaliger Medaillengewinner der Winterspiele, war erst nach einer langen Reise über Dubai, Istanbul, Warschau und Helsinki in Lahti eingetroffen.
Für das deutsche Team weckte das Ergebnis unangenehme Erinnerungen an die Olympischen Spiele. Damals waren Raimund und Andreas Wellinger auf Podestkurs gewesen, ehe ein umstrittener Abbruch wegen heftigen Schneefalls das Ergebnis nach nur zwei Durchgängen festschrieb. Das DSV-Duo fehlte damals nur 0,3 Punkte zur Bronzemedaille.
Qualifikation für das Super Team
Die Qualifikation für den Super-Team-Wettbewerb hatte am Samstag stattgefunden. Dabei sicherten sich Raimund (Platz 4) und Hoffmann (Platz 21) die Startplätze für das deutsche Team. Andere deutsche Springer wie Pius Paschke (29.), Andreas Wellinger (33.), Karl Geiger (42.) und Luca Roth (51.) blieben hingegen hinter ihren Erwartungen zurück.
Der Weltcup im Skispringen geht mit weiteren Wettbewerben in Lahti und an anderen Stationen der Weltcup-Tour weiter. Für das deutsche Team bleibt die Hoffnung, bei den nächsten Teamwettbewerben endlich den ersehnten Podestplatz zu erreichen.



