Deutsche Skispringerinnen verpassen Podest in Hinzenbach
Wie bereits bei den Olympischen Spielen läuft es auch im Weltcup für die deutschen Skispringerinnen nicht nach Wunsch. Nach den enttäuschenden Olympia-Ergebnissen haben die Athletinnen des Deutschen Skiverbands (DSV) bei der Rückkehr in den Weltcup erneut das Podest verfehlt.
Selina Freitag als beste DSV-Springerin auf Platz sechs
Im Einzelspringen auf der Normalschanze im österreichischen Hinzenbach musste sich Selina Freitag als beste deutsche Teilnehmerin mit dem sechsten Platz begnügen. Die Slowenin Nika Prevc sicherte sich mit zwei Sprüngen auf 89,0 Metern und 258,6 Punkten ihren 14. Saisonsieg. Prevc, die bei Olympia als Topfavoritin das erhoffte Gold verpasst hatte, setzte sich knapp vor der Österreicherin Lisa Eder durch, die mit 255,6 Punkten den zweiten Platz belegte.
Die Norwegerin Anna Odine Ström, Doppel-Olympiasiegerin, komplettierte das Podest mit 238,3 Punkten auf dem dritten Rang. Für Selina Freitag fehlten umgerechnet etwa vier Meter zu ihrem siebten Saison-Podestplatz, was die Enttäuschung im deutschen Lager weiter verstärkt.
Weitere deutsche Ergebnisse und Ausblick
Agnes Reisch belegte für Deutschland den zehnten Platz, gefolgt von Anna Hollandt auf Position elf. Die Rekord-Weltmeisterin Katharina Schmid kommt bei ihrer Abschiedstournee weiterhin nicht in Fahrt und landete auf dem 18. Platz. Diese Ergebnisse setzen die Serie fort, nachdem die deutschen Springerinnen bereits bei den Olympischen Spielen ohne Medaille geblieben waren.
In Hinzenbach steht am Sonntag um 15:20 Uhr ein weiteres Einzelspringen an, bei dem die deutschen Athletinnen die Chance haben, die enttäuschende Bilanz zu verbessern. Die Konkurrenz bleibt jedoch stark, mit Top-Athletinnen wie Nika Prevc und Anna Odine Ström, die weiterhin die Maßstäbe setzen.
Die Situation zeigt deutlich, dass im deutschen Skispringen der Frauen noch erheblicher Nachholbedarf besteht, sowohl in der technischen Ausführung als auch in der mentalen Stärke bei wichtigen Wettkämpfen. Die kommenden Weltcup-Veranstaltungen werden zeigen, ob das Team um Selina Freitag die notwendigen Anpassungen vornehmen kann.



