Deutsches Skisprung-Quartett verpasst Olympia-Podest denkbar knapp
Bei den Olympischen Winterspielen hat das deutsche Mixed-Team im Skispringen eine herbe Enttäuschung erlebt. Das Quartett mit Philipp Raimund, Selina Freitag, Felix Hoffmann und Agnes Reisch musste sich nach einem spannenden Wettkampf mit Rang vier begnügen. Zum Podest fehlten umgerechnet nur etwa 60 Zentimeter, was die Enttäuschung für die Athleten noch größer macht.
Gold geht erneut an Slowenien
Die Goldmedaille sicherte sich wie bereits bei den vorherigen Olympischen Spielen im Jahr 2022 die Mannschaft aus Slowenien. Das Team mit Domen und Nika Prevc, Anze Lanisek und Nika Vodan dominierte den Wettbewerb von Beginn an und erreichte insgesamt 1069,2 Punkte. Silber gewann Norwegen, Bronze ging an Japan.
Das deutsche Team kam nach zwei Durchgängen auf 1032,8 Punkte. Damit setzt sich die Serie fort: Auch im zweiten Mixed-Wettkampf der Olympiageschichte geht Deutschland ohne Medaille aus. Bereits vor vier Jahren wurden alle Hoffnungen durch eine Disqualifikation von Katharina Schmid zunichte gemacht.
Spannender Wettkampf vor begeistertem Publikum
An der Normalschanze verfolgten fast 5000 Zuschauer den mitreißenden Wettkampf, darunter viele deutsche Fans sowie die nicht nominierten Skispringer Andreas Wellinger und Fahnenträgerin Katharina Schmid. Schon nach dem ersten Durchgang lag das DSV-Team auf dem vierten Platz, eine Position, die sich bis zum Ende nicht mehr verbessern ließ.
Philipp Raimund, der erst am Vortag im Einzelwettbewerb Gold gewonnen hatte, zeigte erneut gute Leistungen mit Sprüngen auf 98,0 und 102,5 Meter. Noch besser präsentierte sich Felix Hoffmann mit 100,5 und 102,5 Metern. Agnes Reisch überzeugte mit konstanten 95,5 und 96,0 Metern.
Luft nach oben hatte dagegen Selina Freitag, die bereits im Einzelwettbewerb ohne Medaille geblieben war. Die Springerin erreichte 91,5 und 98,5 Meter und konnte damit nicht ganz an ihre stärksten Leistungen anknüpfen.
Ausblick auf weitere Wettkämpfe
Für die deutschen Skispringer stehen nun weitere Chancen bei den Olympischen Spielen bevor. Der Wechsel auf die Großschanze bietet neue Möglichkeiten: Am Samstag findet der Einzelwettbewerb statt, am Montag folgt das Super-Team. Für die Frauen wird am Sonntag erstmals eine Olympiasiegerin von der großen Schanze gekürt. Dieser Wettkampf markiert zugleich das Karriereende der siebenfachen Weltmeisterin Katharina Schmid, die ihren letzten großen internationalen Auftritt bestreiten wird.
Das deutsche Team muss die Enttäuschung nun schnell verarbeiten, um in den kommenden Wettbewerben erneut um Medaillen kämpfen zu können. Die knappe Niederlage zeigt jedoch, dass das Potenzial für Podestplätze durchaus vorhanden ist.



