Skisprung-Olympionike Ren Nikaido in Dubai gestrandet
Eigentlich sollte der japanische Skisprung-Star Ren Nikaido nach seinen triumphalen Olympischen Spielen in Tokio nur einen kurzen Erholungsurlaub in seiner Heimat verbringen. Doch aus den geplanten entspannten Tagen entwickelte sich eine wahre Reiseodyssee ohne absehbares Ende. Anstatt wie vorgesehen am Sonntag beim Weltcup in Bad Mitterndorf in Österreich anzutreten, sitzt der dreifache Medaillengewinner von den Olympischen Spielen in Predazzo nun in Dubai fest – immerhin in Sicherheit, wie er selbst betont.
Von technischen Pannen bis zum gesperrten Luftraum
Die Probleme begannen bereits in der vergangenen Woche am Flughafen Narita in Tokio. Nikaido saß bereits im Flugzeug, als sein Flug aufgrund einer technischen Panne kurzfristig annulliert werden musste. Aufgrund des Nachtflugverbots in Narita konnte er seine Anreise nicht sofort fortsetzen und verpasste dadurch nicht nur die Qualifikation am Kulm am Freitag, sondern auch das erste Weltcup-Skifliegen am Samstag.
In der Hoffnung, den Weltcup doch noch zu erreichen, buchte der 24-Jährige um auf eine Route über Dubai. Doch auch hier lief nichts nach Plan: Sein Gepäck ging auf der Strecke verloren, was sich im Nachhinein jedoch als vergleichsweise geringes Problem herausstellen sollte. Denn der Luftraum in der Golfregion wurde aufgrund von Kriegshandlungen gesperrt, was Nikaido am Flughafen in Dubai strandete.
„Endlich habe ich ein Zimmer“
Am Samstagabend meldete sich der Skisprungstar schließlich über seinen Instagram-Account zu Wort. „Endlich habe ich ein Zimmer“, schrieb er erleichtert, nachdem er den gesperrten Mega-Flughafen in den Vereinigten Arabischen Emiraten verlassen konnte. Wie lange der Luftraum noch gesperrt bleiben wird, ist derzeit völlig unklar. Damit bleibt auch offen, wann Nikaido seine Reise fortsetzen kann und ob er überhaupt noch rechtzeitig zu einem Weltcup-Wettbewerb in dieser Saison antreten wird.
Der dreimalige Olympia-Medaillengewinner, der in Tokio mit herausragenden Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hatte, muss nun geduldig ausharren. Für den Weltcup in Bad Mitterndorf kommt seine Teilnahme definitiv zu spät. Seine Fans und das Skisprung-Team hoffen, dass die Situation sich bald entspannt und Nikaido sicher weiterreisen kann.



