Nach Gold-Sensation: Skisprung-Team verpasst Bronze hauchdünn
Skisprung-Team verpasst Bronze hauchdünn

Deutsches Skisprung-Team verpasst Medaille knapp

Nach dem Olympia-Gold von Philipp Raimund am Montag ist dem deutschen Skisprung-Team der zweite Coup bei den Winterspielen nicht gelungen. Im Mixed-Wettbewerb von der Normalschanze im italienischen Predazzo reichte es für das Quartett um den Einzel-Olympiasieger nur für Platz vier. Die Enttäuschung war groß, denn der Rückstand auf die Bronzemedaille war minimal.

Slowenien dominiert, Japan sichert sich knapp Bronze

Gold sicherte sich das slowenische Team mit den Geschwistern Prevc überlegen. Silber ging an Norwegen, während sich Japan mit lediglich 1,2 Punkten Vorsprung vor dem deutschen Team die Bronzemedaille sicherte. Die deutschen Springerinnen und Springer zeigten ordentliche Leistungen, konnten aber nicht an die herausragenden Sprünge der Konkurrenz anknüpfen.

Philipp Raimund, der am Montag noch den emotionalen Olympiasieg feierte, sagte im ZDF: "Es hätte im ersten Sprung ein bisschen mehr sein können. Wir haben es probiert, wir haben alles gegeben." Männer-Bundestrainer Stefan Horngacher erklärte: "Bei uns ist leider nicht alles gelungen heute. Bei Philipp war der Tag lang."

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hauchdünner Rückstand schmerzt besonders

Bereits nach dem ersten Durchgang waren die Medaillenchancen gering. Selina Freitag, die im Einzelwettbewerb noch Platz sieben belegt hatte, erwischte keinen guten Versuch auf der kleinen Schanze. "Ich habe im ersten einfach ein bisschen was liegen gelassen, was natürlich weh getan hat", sagte die 24-Jährige.

Felix Hoffmann fügte hinzu: "Dass am Ende noch so knapp geworden ist, macht es vielleicht noch bitterer." Agnes Reisch zeigte sich dennoch zufrieden mit ihrer Leistung: "Ich habe nicht gezaubert, aber ich habe meine Leistung gebracht."

Norwegen mit besonderer Geschichte auf dem Podest

Die Silbermedaille für Norwegen hat eine besondere Note. Vor rund einem Jahr war es bei der Weltmeisterschaft zu einem Skandal gekommen, als Marius Lindvik und Johann André Forfang wegen manipulierter Anzüge disqualifiziert worden waren. Raimund hatte erzählt, dass seine Freundschaft mit Lindvik im Zuge der Ereignisse zerbrochen sei. Nun sicherte ausgerechnet Lindvik den Norwegern eine Medaille.

Nächste Chance auf der Großschanze

Auf der Großschanze geht es erst am 14. Februar weiter. Raimund kündigte an, sich zunächst "das ein oder andere Bier" gönnen zu wollen, bevor der Blick auf das zweite Einzelspringen richtet. Bundestrainer Horngacher sieht weitere Medaillenchancen: "Da ist er auch schon Dritter gewesen im Sommer. Die kann er auch."

Als großer Favorit für den Wettbewerb auf der Großschanze gilt der Slowene Domen Prevc, der im Mixed-Wettbewerb bereits seine Dominanz unter Beweis stellte. Das deutsche Team wird sich von der knappen Niederlage erholen müssen, um bei der nächsten Gelegenheit wieder um Medaillen kämpfen zu können.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration