Olympia-Debüt enttäuschend: Eisschnellläufer Sonnekalb verpasst Medaille deutlich
Für Finn Sonnekalb waren die Olympischen Winterspiele in Italien eine Premiere, doch das Debüt verlief nicht wie erhofft. Der 18-jährige Eisschnellläufer musste sich bei den Winterspielen in Mailand über die 1.000 Meter mit einem enttäuschenden zwölften Platz begnügen. Seine Zeit von 1:08,80 Minuten reichte bei weitem nicht für eine Medaille.
Gold für US-Star Stolz mit olympischem Rekord
Den Sieg holte sich US-Star Jordan Stolz mit einem fulminanten Schlussspurt und einer olympischen Rekordzeit von 1:06,28 Minuten. Auf den weiteren Podestplätzen landeten der Niederländer Jenning De Boo als Zweiter und Zhongyan Ning aus China als Dritter. Damit setzte Stolz seine Dominanz in der Sprintszene fort und feierte seinen ersten Olympiasieg überhaupt.
Streit und Disqualifikation überschatten Rennen
Einen kontroversen Vorfall gab es zwischen dem Niederländer Joep Wennemars und dem Chinesen Ziwen Lian. Lian behinderte Wennemars beim Bahnwechsel, was dem Oranje-Läufer wertvolle Zeit kostete und seine Medaillenchance zunichtemachte. Die vielen niederländischen Fans im Milano Speed Skating Stadium reagierten mit einem lauten Pfeifkonzert.
Der Chinese wurde anschließend disqualifiziert. Wennemars durfte unter tosendem Applaus der Oranje-Anhänger noch einmal antreten, konnte sich aber nicht verbessern und blieb auf dem fünften Platz. Als zweitbester Deutscher belegte Moritz Klein den 15. Rang, Hendrik Dombek landete einen Platz dahinter.
Deutschland seit 2010 medaillenlos im Eisschnelllauf
Deutschland wartet somit weiter auf das erste Olympia-Edelmetall im Eisschnelllaufen seit dem Jahr 2010. Der bislang letzte Mann, der eine Medaille gewann, war Jens Boden im Jahr 2002 in Salt Lake City mit Bronze über die 5.000 Meter. Diese Durststrecke hält nun bereits über ein Jahrzehnt an.
Eine weitere Chance, diese Serie zu beenden, hat Finn Sonnekalb jedoch noch: Am 19. Februar geht der jüngste deutsche Athlet dieser Spiele über seine Paradestrecke 1.500 Meter an den Start. Dort könnte er sich möglicherweise rehabilitieren und für eine Überraschung sorgen.
Stolz als Topfavorit mit deutschen Wurzeln
Für Weltrekordhalter Jordan Stolz, der in den vergangenen Jahren die Sprintszene nach Belieben dominierte, ist der Triumph in Mailand der erste Olympiasieg überhaupt. Auch über 500 Meter und 1.500 Meter gilt das 21-jährige Wunderkind als Topfavorit auf Gold. Interessanterweise hat Stolz deutsche Wurzeln: Seine Großeltern und sein Vater Dirk stammen aus Schluchsee in Baden-Württemberg.
Die Olympischen Winterspiele in Italien bleiben somit spannend, während die deutschen Eisschnellläufer weiterhin auf den lang ersehnten Medaillenerfolg hoffen.



