Olympia-Enttäuschung: Eisschnelllauf-Hoffnung Sonnekalb verpasst Medaille deutlich
Sonnekalb verpasst Olympia-Medaille deutlich

Olympia-Debüt endet enttäuschend für deutsche Eisschnelllauf-Hoffnung

Für den deutschen Eisschnellläufer Finn Sonnekalb verlief das lang ersehnte Olympia-Debüt bei den Winterspielen in Italien enttäuschend. Der 18-jährige Topfavorit musste sich über die 1.000 Meter mit einem zwölften Platz begnügen und verpasste eine Medaille deutlich. Seine Zeit von 1:08,80 Minuten reichte bei weitem nicht für einen Platz auf dem Podest.

Gold für US-Star Stolz mit olympischem Rekord

Den Olympiasieg sicherte sich der US-amerikanische Superstar Jordan Stolz mit einem fulminanten Schlussspurt. Der 21-Jährige stellte einen neuen olympischen Rekord auf und siegte in 1:06,28 Minuten. Auf den weiteren Plätzen folgten der Niederländer Jenning De Boo und Zhongyan Ning aus China.

Skandalrennen mit Disqualifikation und Pfeifkonzert

Ein besonderes Drama spielte sich im Rennen zwischen dem Niederländer Joep Wennemars und dem Chinesen Ziwen Lian ab. Lian behinderte seinen Kontrahenten beim Bahnwechsel, wodurch Wennemars wertvolle Zeit verlor und seine Medaillenchance verspielte. Die zahlreichen niederländischen Fans im Milano Speed Skating Stadium reagierten mit einem lauten Pfeifkonzert.

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Nach einer Überprüfung wurde der Chinese disqualifiziert. Wennemars durfte sein Rennen wiederholen, konnte sich jedoch nicht verbessern und blieb auf dem fünften Platz. Die niederländischen Anhänger feierten die Entscheidung mit tosendem Applaus.

Deutsche Bilanz bleibt durchwachsen

Als zweitbester Deutscher belegte Moritz Klein den 15. Rang, während Hendrik Dombek einen Platz dahinter landete. Damit setzt sich die Durststrecke der deutschen Eisschnellläufer bei Olympischen Spielen fort. Seit 2010 wartet Deutschland auf eine Medaille in dieser Disziplin.

Der letzte deutsche Medaillengewinner war Jens Boden, der 2002 in Salt Lake City Bronze über 5.000 Meter gewann. Für Finn Sonnekalb bleibt jedoch Hoffnung: Am 19. Februar startet der jüngste deutsche Athlet dieser Spiele über seine Paradestrecke 1.500 Meter.

Weltrekordhalter Stolz dominiert weiter

Für Jordan Stolz markiert der Olympiasieg in Mailand den ersten großen Triumph bei Winterspielen. Der Weltrekordhalter, der in den vergangenen Jahren die Sprintszene dominierte, gilt auch über 500 Meter und 1.500 Meter als Topfavorit auf Gold. Interessant ist seine deutsche Herkunft: Seine Großeltern und Vater Dirk stammen aus Schluchsee in Baden-Württemberg.

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