Julia Taubitz feiert olympische Erlösung mit Gold im Rodeln
Taubitz gewinnt Olympia-Gold im Rodeln mit Riesenvorsprung

Julia Taubitz feiert olympische Erlösung mit Gold im Rodeln

In einem atemberaubenden Höllentempo raste Rodlerin Julia Taubitz im Cortina Sliding Centre ihrem lang ersehnten olympischen Gold entgegen. Die 29-Jährige krönte sich mit einem gigantischen Vorsprung von 0,918 Sekunden auf die lettische Konkurrentin Elina Bota zur Olympiasiegerin im Einzelrennen der Frauen.

Dritte Goldmedaille für Deutschland bei Winterspielen

Der Triumph von Taubitz bedeutet die dritte Goldmedaille für die deutsche Mannschaft bei diesen Olympischen Winterspielen in Cortina. Zuvor hatten bereits Max Langenhan im Rodeln der Männer und Skispringer Philipp Raimund gesiegt. Die Erfolgsserie der deutschen Athleten im olympischen Eiskanal setzt sich damit eindrucksvoll fort.

Im Ziel übernahm Olympiasieger Max Langenhan die Rolle des Zeremonienmeisters und rief das gesamte Team an die Bande des Cortina Sliding Centre. Als Taubitz dann heranraste, begann die zweite Gold-Party der deutschen Rodler an diesem Abend.

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Erlösung nach dem Drama von Peking

Für Julia Taubitz bedeutet dieser Sieg eine besondere olympische Erlösung. Bei den Spielen 2022 in Peking war die Topfavoritin nach einem Bahnrekord im ersten Lauf im zweiten Durchgang gestürzt und landete nur auf Rang sieben, während ihre Teamkolleginnen Natalie Geisenberger und Anja Berreiter den deutschen Doppelsieg feierten.

„Ich habe lange gebraucht, um diesen Rückschlag zu verarbeiten“, gestand Taubitz später. Die Arbeit mit einem Sportpsychologen half ihr, diese Erfahrung aufzuarbeiten: „Rückblickend bin ich dankbar für diese Erfahrung.“

Jahrelange Dominanz wird belohnt

Die Rodelwelt weiß seit Jahren, dass Taubitz eine Ausnahmeathletin mit beeindruckender Konstanz ist. Fünfmal gewann sie bereits den Gesamtweltcup – erstmals 2019/20, dann folgte ein zweiter Platz, bevor sie ab 2021/22 zur Seriensiegerin avancierte. Die Einzel-Weltmeisterin von 2021 und 2025 hat sich nun mit dem höchsten olympischen Preis belohnt.

Weitere Ergebnisse und Aussichten

Bronze sicherte sich am Dienstagabend Ashley Farquharson aus den USA. Anna Berreiter, die vor vier Jahren in Peking als Debütantin olympisches Silber gewonnen hatte, kam auf Rang sechs. Merle Fräbel vergab mit einem schweren Patzer im dritten Lauf alle Medaillenchancen und wurde Achte.

Taubitz und Langenhan gelten als gesetzt für die Teamstaffel am Donnerstag – ihre nächste Goldchance bei diesen Winterspielen. Die deutsche Rodelmannschaft zeigt sich in herausragender Form und könnte weitere Medaillen hinzufügen.

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