Lindsey Vonn nach Olympia-Sturz: Dritte OP erfolgreich, Genesung wird Monate dauern
Vonn nach Olympia-Sturz: Dritte OP erfolgreich

Lindsey Vonn nach schwerem Sturz bei Olympia: Dritte Operation erfolgreich abgeschlossen

Die US-amerikanische Skirennfahrerin Lindsey Vonn hat sich nach ihrem heftigen Sturz in der Olympia-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo erneut aus der Unfallklinik gemeldet. Die 41-Jährige teilte über Instagram mit, dass sie eine dritte Operation hinter sich hat, die erfolgreich verlief. „Ich hatte heute meine dritte Operation und sie war erfolgreich. Erfolg hat heute eine völlig andere Bedeutung als vor wenigen Tagen“, schrieb Vonn zu einem Bild aus dem Krankenhausbett.

Komplexe Schienbeinverletzung und müder Blick vom Krankenbett

Bei dem Unfall zog sich Vonn einen komplizierten Schienbeinbruch zu, der mehrere operative Eingriffe erforderte. Auf dem Foto ist ihr lädiertes linkes Bein mit einem Fixateur externe zu sehen, einem äußeren Haltesystem zur Stabilisierung von Knochenbrüchen. Mit müdem Gesicht reckt die Sportlerin einen Daumen nach oben und betont: „Ich mache Fortschritte, und auch, wenn es langsam geht, weiß ich, dass ich okay sein werde.“ Nach dem Sturz wurde sie in ein Krankenhaus in Treviso gebracht, etwa 100 Kilometer vom Unfallort entfernt.

Medizinische Prognose: Volle Genesung möglich, aber lange Pause nötig

Der erfahrene Sportmediziner Manuel Köhne, Mannschaftsarzt des Deutschen Skiverbandes, äußert sich positiv zur Prognose. „Bei Schienbeinbrüchen zählen die ersten Stunden. Und da hat die Versorgung von Lindsey Vonn in meinen Augen wunderbar geklappt. Sie wurde noch am selben Tag operiert“, sagte Köhne. Er rechnet bei solchen komplexen Verletzungen mit einer Pause von acht bis zehn Monaten, bevor Sportler wieder auf Schnee gehen können. Vonn hatte bereits vor Olympia angekündigt, ihre Karriere spätestens nach dieser Saison zu beenden.

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Zusammenhang mit früherer Kreuzbandverletzung unklar

Vor den Winterspielen hatte sich Vonn einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen, entschied sich aber dennoch für eine Teilnahme. Köhne vermutet, dass diese Vorverletzung nicht direkt zum Sturz führte, betont jedoch: „Die große Frage ist, was das mit einem macht, wenn man vorverletzt in Grenzsituationen kommt.“ Normalerweise werde zunächst die Fraktur behandelt, bevor bei Instabilität eine Kreuzbandoperation folgt.

Vonn dankte in ihrem Post dem medizinischen Team, Freunden, Familie und der weltweiten Unterstützung. Sie gratulierte auch ihren US-Teamgefährten, die sie inspirieren. Trotz der Rückschläge bleibt sie optimistisch: „Ich bereue nichts“, so ihr abschließendes Statement.

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