Wasalauf 2026: Oskar Kardin beendet die Herrschaft des Wunderkinds
Beim großen Skispektakel in Schweden gab es erneut einen Heimsieg bei den Männern. Der schwedische Skilangläufer Oskar Kardin hat den 102. Wasalauf gewonnen und dabei den Vorjahressieger Alvar Myhlback entthront. Bei äußerst schweren Bedingungen setzte sich Kardin auf der klassischen 90-Kilometer-Strecke von Sälen nach Mora durch.
Ein dramatisches Rennen unter schwierigen Verhältnissen
Kardin benötigte für die legendäre Distanz 4:14:45 Stunden und blieb damit mehr als eine Dreiviertelstunde über der Siegerzeit von Myhlback aus dem Vorjahr. Der Vorjahressieger Myhlback, der 2025 als 18-Jähriger zum jüngsten Sieger in der Geschichte des Wasalaufs geworden war, musste sich diesmal mit Platz zwei begnügen. Er erreichte das Ziel mit nur vier Sekunden Rückstand auf den neuen Champion.
"Die Bedingungen waren wirklich extrem anspruchsvoll heute", kommentierte Kardin nach seinem Triumph. "Umso stolzer bin ich auf diesen Sieg, besonders gegen einen so starken Konkurrenten wie Alvar."
Internationales Starterfeld mit prominenten Teilnehmern
Insgesamt waren 14.300 Teilnehmer am Start des traditionsreichen Skimarathons, darunter 237 aus Deutschland. Bester Deutscher war der frühere Weltcup-Läufer Thomas Bing auf Platz 47. Unter den Startern befanden sich auch zahlreiche Prominente aus Sport und Unterhaltung:
- Der frühere Weitsprung-Europameister Michel Tornéus
- Biathlon-Olympiasieger Peppe Femlung
- Der schwedische Let's-Dance-Sieger Filip Lamprecht
Emilie Fleten triumphiert bei den Frauen
Bei den Frauen sicherte sich die Norwegerin Emilie Fleten ihren dritten Wasalauf-Erfolg. Sie siegte mit etwa anderthalb Minuten Vorsprung auf die Schwedin Hanna Lodin. Die Vorjahressiegerin Stina Nilsson, Sprint-Olympiasiegerin von 2018, belegte den fünften Platz.
Der Wasalauf gehört zu den größten und traditionsreichsten Skilanglauf-Veranstaltungen weltweit und lockt jährlich tausende Teilnehmer und Zuschauer nach Schweden. Die 102. Auflage wird besonders durch den spannenden Zweikampf zwischen dem etablierten Kardin und dem jungen Vorjahressieger Myhlback in Erinnerung bleiben.



