Weltcup-Finale in Altenberg: Rodel-Duo Wendl/Arlt holt Kristallkugel in Jeans ab
Die Kristallkugel für den Gesamtweltcup-Sieg nehmen die Rekord-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt in ziviler Kleidung entgegen. Auch wenn es in ihnen kribbelt, lassen sie in Altenberg der Jugend den Vortritt und verzichten auf einen Start beim Saisonfinale.
Lässiger Auftritt und bewusster Verzicht
Lässig in Jeans und Sneakers haben Tobias Wendl und Tobias Arlt die Kristallkugel für den Gesamtweltcup im Rodeln in die Höhe gestreckt. Gerodelt sind sie dafür aber nicht mehr, da ihr Sieg bereits an der vorletzten Station in St. Moritz feststand. „Es ist irgendwie ein komisches Gefühl. Wir sind hier an die Bahn gefahren und haben uns gedacht, wir würden schon gern fahren. Es hat schon gekribbelt“, sagte Arlt und betonte den bewussten Startverzicht: „Es war wichtig und richtig, dass wir die Junioren und den Nachwuchs hier unterstützen und dass die mal einen Weltcup-Einsatz bekommen. Das liegt uns am Herzen, das haben wir als kleine Stifte auch schon erlebt.“
Nachwuchs zeigt starke Leistung
Für die beiden 38-Jährigen, die in Cortina d'Ampezzo ihre siebte Gold- und zudem eine Bronzemedaille im Doppelsitzer holten, durften die Youngster Louis Grünbeck und Maximilian Kührt (RRV Sonneberg/Schalkau/RRC Zella-Mehlis) antreten. Mit Rang elf direkt hinter den Weltmeistern Hannes Orlamünder und Paul Gubitz (beide RRC Zella-Mehlis) war das Ergebnis ordentlich und zeigte das Potenzial des deutschen Nachwuchses.
Österreichisches Duo dominiert das Finale
Beim Saisonfinale in Altenberg kamen Toni Eggert und Florian Müller (WSV Oberhof/WSC Oberwiesenthal) auf Rang drei. Den Sieg holten sich die Österreicher Thomas Steu und Wolfgang Kindl, die auch schon in der Vorwoche in St. Moritz siegreich waren und in der Gesamtwertung noch auf Rang zwei kletterten. Schon im ersten Lauf hatten sie den von Eggert und Müller zuvor aufgestellten Bahnrekord pulverisiert und damit ihre Dominanz unter Beweis gestellt.
Bedeutung für den Rodelsport
Der bewusste Verzicht von Wendl und Arlt zugunsten des Nachwuchses unterstreicht nicht nur ihre sportliche Größe, sondern auch ihr Engagement für die Förderung junger Talente. Dieser Schritt trägt zur Nachhaltigkeit und Stärkung des deutschen Rodelsports bei, während gleichzeitig die internationale Konkurrenz mit starken Leistungen wie denen der Österreicher weiterhin für Spannung sorgt.



