Paralympics: Warwara Worontschichina holt historisches Gold für Russland im Super-G
Worontschichina holt paralympisches Gold für Russland im Super-G

Paralympics: Erster Goldjubel für Russland unter eigener Flagge seit zwölf Jahren

Die alpine Skirennfahrerin Warwara Worontschichina hat Russland einen historischen Moment bei den Paralympischen Winterspielen beschert. Die 23-jährige Athletin aus Ostsibirien gewann am dritten Wettkampftag in Cortina d'Ampezzo den Super-G in der stehenden Startklasse und sicherte damit die erste paralympische Goldmedaille für ihr Land unter eigener Flagge seit den Heimspielen von Sotschi vor zwölf Jahren.

Emotionale Siegerehrung mit russischer Hymne

Nach ihrem triumphalen Lauf überfluteten die Emotionen die junge Sportlerin. "Die Tränen kamen einfach", berichteten Augenzeugen von der Strecke. Bei der anschließenden Siegerehrung erklang erstmals seit langer Zeit wieder die russische Nationalhymne bei paralympischen Winterspielen - ein Moment von großer symbolischer Bedeutung für das russische Team.

Worontschichina dominierte das Rennen mit einer überragenden Leistung und absolvierte die Strecke in 1:15,60 Minuten. Damit schlug sie die hochkarätige Konkurrenz deutlich:

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  • Die Französin Aurelie Richard (+1,96 Sekunden) sicherte sich Silber
  • Die bislang ungeschlagene Schwedin Ebba Arsjö (+2,04) musste sich mit Bronze begnügen
  • Die deutsche Hoffnung Andrea Rothfuss aus Mitteltal erreichte einen starken vierten Platz (+3,35)
  • Anna-Maria Rieder aus Murnau wurde Elfte (+8,68)

Russlands Rückkehr auf die paralympische Bühne

Dieser Erfolg markiert einen wichtigen Meilenstein in Russlands Rückkehr zur internationalen paralympischen Gemeinschaft. Erst im vergangenen Jahr hatte die Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) die Wiederzulassung unter eigener Flagge beschlossen. Nach dem Dopingskandal und dem Ausschluss wegen des Angriffskrieges in der Ukraine ist Russland damit erstmals seit Sotschi 2014 wieder mit eigener Flagge vertreten.

Worontschichina hatte bereits am Samstag in der Abfahrt mit Bronze für die erste Medaille ihres Landes seit der Wiederzulassung gesorgt. Kurz darauf holte Alexej Bugajew in der Männer-Klasse eine weitere Bronzemedaille. Beide Athleten hatten zwei der insgesamt sechs russischen Wildcards für diese Paralympics erhalten.

Die Leistung der jungen Russin ist umso bemerkenswerter, als sie die bis dahin dominierende Schwedin Ebba Arsjö besiegte, die seit Ende 2022 im Super-G ungeschlagen geblieben war. Dieser Sieg unterstreicht nicht nur Worontschichinas sportliche Klasse, sondern signalisiert auch eine neue Ära im paralympischen Skisport.

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