Feuerwehr im Amt Schwaan setzt auf Luftunterstützung: Drohnenpiloten im Training
Die Feuerwehren im Amt Schwaan bereiten sich mit modernster Technologie auf künftige Einsätze vor. Um in Notfallsituationen ein umfassenderes Bild der Lage zu erhalten, wird bald eine speziell ausgerüstete Drohne zum Einsatz kommen. „Bei manchen Situationen ist eine Draufsicht unverzichtbar“, erklärt Amtswehrführer Thomas Kulow die Entscheidung. Seit Dezember 2025 durchlaufen daher ausgewählte Feuerwehrleute eine Ausbildung, um die Drohne legal und sicher steuern zu dürfen.
Spezielle Lizenz erforderlich: Pilotenschein in drei Klassen
Für den Betrieb der Drohne ist ein offizieller Pilotenschein notwendig, der in die Klassen A1 bis A3 unterteilt ist. Jede Klasse gewährt bestimmte Berechtigungen und stellt sicher, dass die Bediener über das notwendige Know-how verfügen. Die Drohne selbst ist bei der Freiwilligen Feuerwehr in Wiendorf stationiert, wo das Einsatzfahrzeug mit einem speziellen Bildschirm ausgestattet wurde. „Bei jedem Einsatz werden drei Personen benötigt: der Pilot, ein Beobachter und ein Operator am Bildschirm“, erläutert Kulow das geplante Vorgehen.
Vielseitige Einsatzmöglichkeiten: Von Brandbekämpfung bis Personensuche
Bisher musste die Feuerwehr auf eine Drohneneinheit des Landkreises Rostock zurückgreifen, deren Anforderung zeitaufwendig war. „Jetzt sparen wir wertvolle Minuten, die über Leben entscheiden können“, betont der Amtswehrführer. Die neue Drohne, ausgestattet mit Licht, Lautsprechern, Wärmebild- und Infrarottechnik, wird nicht nur bei Bränden zur Lokalisierung von Glutnestern eingesetzt, sondern auch bei der Suche nach Vermissten. Allerdings steht der erste Einsatz noch aus, da die Piloten zunächst ihre Prüfungen erfolgreich absolvieren müssen.
Investition in die Sicherheit: 7500 Euro für modernes Arbeitsgerät
Die Anschaffung der Drohne belief sich auf 7500 Euro – eine Investition, die sich laut Kulow spätestens dann auszahlt, wenn Menschenleben gerettet werden können. Das Amt Schwaan umfasst neben der Stadt Schwaan mit ihren Ortsteilen auch die Gemeinden Benitz, Bröbberow, Kassow, Rukieten, Vorbeck und Wiendorf. Im vergangenen Jahr wurden die acht Wehren des Amtes, zu denen 213 aktive Kameraden, 76 Jugendfeuerwehr-Mitglieder und 48 Ehrenabteilungs-Mitglieder zählen, zu 71 Hilfeleistungen und 27 Bränden gerufen.
„Die Feuerwehren im Amt Schwaan sind das Rückgrat der öffentlichen Sicherheit“, sagte Thomas Kulow kürzlich auf einem Neujahrsempfang. Ohne ihr Engagement gäbe es keinen zuverlässigen Brand- und Katastrophenschutz. Zudem betont er den sozialen Aspekt: „Die Feuerwehr bietet nicht nur Schutz, sondern auch Kameradschaft – ein starkes Gefühl der Verbundenheit“. Mit der neuen Drohne und den geschulten Piloten ist die Feuerwehr nun noch besser für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet.



