Ukrainische Drohne trifft Hochhaus nur 6,5 km vom Kreml entfernt
Ukrainische Drohne trifft Hochhaus nahe Kreml

Wenige Tage vor der zentralen Militärparade zum „Tag des Sieges“ hat die ukrainische Armee Moskau mit Drohnen angegriffen. Nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Begrüßung Sergej Sobjanin (67) schlug in der vergangenen Nacht eine Drohne in ein Hochhaus im Westen Moskaus ein. Verletzte habe es nicht gegeben. Laut Sobjanin wurden zwei weitere Drohnen im Anflug auf Moskau von der Luftabwehr abgeschossen. Die ukrainische Seite äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

Russische Telegram-Kanäle berichten, es seien mehrere Drohnen in der Nacht in sehr niedriger Höhe Richtung Moskauer Stadtzentrum geflogen. Gegen 1 Uhr nachts Ortszeit seien dann Explosionen zu hören gewesen. Getroffen wurde der sogenannte Mosfilm Tower. Die Bilder zeigen Schäden in einer Etage des modernen Hochhauses. Auf der Straße vor dem Gebäude liegen Trümmerteile einer Drohne verteilt.

Angriff mitten ins Machtzentrum

Der Einschlag ereignete sich nur sechseinhalb Kilometer vom Kreml und etwa fünf Kilometer vom Gebäude des russischen Außenministeriums sowie vier Kilometer von der Akademie des russischen Geheimdienstes entfernt. Bisher ist unklar, wem der ukrainische Angriff galt. Immer wieder greift die Ukraine auch gezielt hochrangige russische Militärs an, die im Krieg gegen die Ukraine eine zentrale Rolle spielen. Neben Moskau gab es in der Nacht auch in weiteren russischen Gebieten einen Drohnenalarm.

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Drohnenangst vor Putin-Parade

Der Angriff fällt in eine für den Kreml besonders sensible Phase: Am 9. Mai feiert Russland traditionell den Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland mit einer großen Militärparade auf dem Roten Platz. Die Parade nutzt der Kreml seit Beginn der Vollinvasion in die Ukraine auch als Propaganda für den Angriffskrieg. Vergangene Woche gab das russische Verteidigungsministerium dann bekannt, dass die Parade in diesem Jahr ohne Militärtechnik auskommen soll – auch aus Sorge vor möglichen Drohnenangriffen.

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