AirPods Max 2: Vertrautes Design mit technischen Neuerungen
Nach gut fünf Jahren präsentiert Apple die zweite Generation seiner Over-Ear-Kopfhörer AirPods Max. Das markante Design mit dem charakteristischen Bügelnetz und den Aluminium-Ohrschalen bleibt unverändert – selbst die spezielle Hülle, die für den Standby-Modus sorgt, ist weiterhin dabei. Apple setzt damit auf Kontinuität beim äußeren Erscheinungsbild.
Neue Funktionen durch den H2-Chip
Die wesentlichen Verbesserungen stecken im Inneren der Kopfhörer. Mit dem H2-Chip holen die AirPods Max 2 technisch zu den aktuellen AirPods Pro-Modellen auf. Zu den neuen Funktionen gehören:
- Live-Übersetzungen in Echtzeit
- Automatische Konversationserkennung, die bei Gesprächen die Lautstärke reduziert
- Interaktion mit Siri durch Nicken oder Kopfschütteln
Diese Features funktionieren laut Tests ebenso zuverlässig wie bei den In-Ear-Modellen des Herstellers.
Verbesserter Klang mit Lossless-Unterstützung
Der Sound war schon bei der ersten Generation das Hauptargument für die AirPods Max – und bleibt es auch bei der zweiten. Apple betont, dass die charakteristische Klangsignatur erhalten bleibt, jedoch mit einem neuen Verstärker mit höherem Dynamikbereich ausgestattet wurde. Dies soll für klareren Klang und präzisere Instrumentenortung bei 3D-Audio sorgen.
Ein wichtiger Fortschritt: Die AirPods Max 2 unterstützen nun verlustfreie Audio-Wiedergabe (Lossless). Dafür müssen sie per USB-C-Kabel direkt mit dem Wiedergabegerät verbunden werden. Apple liefert ein entsprechendes Kabel mit, aber auch hochwertige Alternativen anderer Hersteller funktionieren.
Die Lossless-Debatte und technische Grenzen
Ob normale Hörer den Unterschied zwischen Bluetooth- und Lossless-Wiedergabe tatsächlich wahrnehmen können, bleibt unter Experten umstritten. Bei längerem Hören könnten feine Nuancen wie klar definierte Instrumente und ein leuchtenderer Sound auffallen – möglicherweise ein Placebo-Effekt.
Technisch beschränken sich die AirPods Max 2 auf Lossless-Audio mit 24 Bit und 48 kHz. Für Apples Hi-Res Lossless-Format (24 Bit/192 kHz) wäre ein externer Digital-Analog-Wandler notwendig.
Einschränkungen in der Europäischen Union
Eine Funktion bleibt EU-Nutzern vorerst verwehrt: Die „Aufnahme in Studioqualität“ für Podcaster oder Sänger. Apple begründet dies mit den Anforderungen des Digital Markets Act (DMA), der Interoperabilität mit Geräten anderer Hersteller vorschreibt – ähnlich wie bereits bei den AirPods Pro 3.
Fazit: Premium-Preis mit Ökosystem-Vorteilen
Mit einem Preis von 579 Euro positionieren sich die AirPods Max 2 klar im Premium-Segment. Für Vielnutzer im Apple-Ökosystem bieten sie jedoch nahtlose Integration, exzellenten Klang und nun endlich die Funktionen der aktuellen AirPods Pro-Generation. Das Update auf den H2-Chip macht die Over-Ear-Kopfhörer technisch zukunftssicher, während das bewährte Design für Kontinuität sorgt.



