Microsoft investiert Milliarden in Strom für KI-Energiebedarf
Microsoft: Milliarden für KI-Strom

Der US-Konzern Microsoft steht vor einem selbst verursachten Problem: Der massive Ausbau Künstlicher Intelligenz (KI) treibt den Energiebedarf in die Höhe und bringt die eigenen Klimaziele ins Wanken. Eigentlich wollte das Unternehmen bis 2030 deutlich klimafreundlicher werden. Doch intern wird laut dem Branchenmagazin „Bloomberg“ inzwischen darüber diskutiert, ob dieses Ziel überhaupt noch zu halten ist.

KI treibt Energiebedarf nach oben

Der Grund liegt im rasanten Wachstum der KI-Sparte. Microsoft baut seine Cloud-Plattform Azure und Angebote wie Copilot massiv aus. Dafür sind neue Rechenzentren, leistungsstarke Chips und eine rund um die Uhr laufende Infrastruktur nötig. Mit jedem weiteren Ausbau steigt der Stromverbrauch deutlich. Die Planungen aus der Zeit vor dem KI-Boom sind heute kaum noch realistisch.

Neue Energieprojekte sollen helfen

Offiziell hält Microsoft weiter an seinen Klimazielen fest. Gegenüber dem Nachrichtenportal „Reuters“ betonte ein Sprecher, dass der Konzern nach Lösungen sucht. Eine wichtige Rolle spielen neue Projekte mit dem Energieversorger We Energies. In Wisconsin sollen Anlagen für CO₂-freie Energie mit einer Leistung von 1,2 Gigawatt entstehen. Geplant sind Solaranlagen und Batteriespeicher, die ab Dezember 2028 in Betrieb gehen sollen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Auch Kernkraft rückt wieder in den Fokus

Da erneuerbare Energien den Bedarf nicht überall sofort decken können, setzt Microsoft auch auf andere Quellen. Im September 2024 schloss der Konzern einen 20-jährigen Stromabnahmevertrag mit Constellation Energy. Dieser soll helfen, einen Block des Kernkraftwerks Three Mile Island wieder in Betrieb zu nehmen, wo es 1979 zu einem Reaktorunfall kam. Der steigende Bedarf zeigt die Dimension: Bereits 1 Gigawatt entspricht jährlich 8,76 Milliarden Kilowattstunden, genug für rund 2,6 Millionen Haushalte. Ob Microsoft seine Klimaziele anpasst, ist bislang offen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration