Sperrung der Herrenseebrücke in Waren zwingt Sommer-Bus zu Umwegen und längeren Fahrzeiten
Herrenseebrücke-Sperrung: Sommer-Bus muss Umwege fahren

Sommer-Bus in Waren durch Brückensperrung zu Umwegen gezwungen

Die seit Ende des vergangenen Jahres gesperrte Herrenseebrücke in Waren an der Müritz hat erhebliche Konsequenzen für den städtischen Nahverkehr. Besonders betroffen ist die Sommer-Buslinie, die ab April wieder ihren Betrieb aufnehmen soll. Da zahlreiche Haltepunkte im Stadtteil Waren-Nord liegen, der seit der Brückensperrung nicht mehr direkt erreichbar ist, muss der Bus nun erhebliche Umwege in Kauf nehmen.

Längere Fahrzeiten und geänderte Routenführung

Der Sommerbus ist gezwungen, eine alternative Route über die Teterower Straße, den Wiesengrund und die Isenbahnstraße zu nehmen. Dieser Umweg führt laut Angaben aus dem Umwelt- und Verkehrsausschuss der Stadt Waren zu einer verlängerten Fahrzeit von acht bis zehn Minuten pro Tour. Für Fahrgäste bedeutet dies spürbare Verzögerungen auf der Strecke zwischen Amsee, Ecktannen und Kamerun.

Weitere Veränderungen betreffen die Haltestellen. Weil das Fahrzeug auf dem Parkplatz am „Hotel am Tiefwarensee“ schlecht wenden kann, entfällt dieser Halt zukünftig. Stattdessen wird ein neuer Stopp in der Richard-Wossidlo-Straße mit der Bezeichnung „Zum Tiefwarensee“ eingerichtet. Die Stadtverwaltung hat diese Anpassungen bereits kommuniziert.

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Neue Bezeichnung und eingeschränkter Feiertagsbetrieb

Die Buslinie soll nicht mehr als „touristische Buslinie“ bezeichnet werden, sondern künftig unter dem Namen „Sommer-Buslinie“ verkehren. Diese Bezeichnung wird als passender angesehen, da sich das Angebot zwar primär an Urlauber richtet, die den Bus kostenfrei mit ihrer Gästekarte nutzen können, aber auch Einheimischen gegen Bezahlung zur Verfügung steht.

Allerdings müssen Fahrgäste in dieser Saison erhebliche Einschränkungen an Sonn- und Feiertagen hinnehmen. Während im Vorjahr noch durchgängig gefahren wurde, kann der Dienstleister, die Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft (MVVG), in diesem Jahr nur noch an vier Sonn- und Feiertagen Fahrten anbieten. Betroffen sind der 1. Mai, Christi Himmelfahrt am 14. Mai sowie das Pfingstwochenende am 24. und 25. Mai.

Diese Einschränkungen gelten auch für die Nationalparklinie zwischen Waren, Bolter Kanal, Rechlin und Röbel, wie auf Nachfrage aus dem Rathaus bestätigt wurde.

Zukunftspläne und technische Aufrüstung

Ab 2027 sollen sowohl die Sommerbuslinie als auch der gesamte Warener Stadtverkehr Bestandteil des Mobilitätskonzepts „Müritz rundum“ werden. Dies ermöglicht Touristen aus den beteiligten Projektgemeinden, alle Busse in Waren mit ihrer Kur- oder Gästekarte zu nutzen. Die Nationalparklinie ist bereits jetzt zentraler Bestandteil dieses Konzepts.

Technisch wird die Sommerbuslinie ebenfalls aufgerüstet: In den Elektro-Kleinbussen, die aufgrund ihrer Größe auch durch die Warener Altstadt und entlang des Hafens fahren können, soll ein Zählsystem installiert werden. Dies dient dazu, genauere Zahlen zur Nutzung der Linie zu erhalten und das Angebot besser planen zu können.

Die Finanzierung der Buslinie erfolgt weiterhin aus der Kurabgabe. Auf der Strecke sind zwei Busse mit einer Kapazität von jeweils 25 Plätzen unterwegs, die speziell für den touristischen Betrieb ausgelegt sind.

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