Amazon plant Smartphone-Comeback: Nach Fire-Phone-Flop soll "Transformer" mit KI glänzen
Amazon plant Smartphone-Comeback nach Fire-Phone-Flop

Amazon plant Smartphone-Comeback nach historischem Flop

Das Fire Phone von Amazon ging als einer der größten Misserfolge in die Technikgeschichte ein und zerschmetterte die Smartphone-Ambitionen des Konzerns vor fast zwölf Jahren. Nach dieser herben Niederlage ließ Amazon das Thema Smartphones lange ruhen, doch nun gibt es offenbar wieder Bewegung im Unternehmen.

Internes Projekt "Transformer" mit Alexa-Integration

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters arbeitet Amazon intern an einem neuen Smartphone-Projekt mit dem Codenamen "Transformer". Das Gerät soll von der Devices-and-Services-Einheit des Konzerns entwickelt werden und als mobile Anbindung an den Sprachassistenten Alexa dienen. Ziel ist es, an den Erfolg der Smart-Home-Geräte mit Alexa-Sprachsteuerung anzuknüpfen und Jeff Bezos' Vision eines allgegenwärtigen Computer-Assistenten zu verwirklichen.

Verschiedene Konzepte in der Diskussion

Dem Reuters-Bericht zufolge hat Amazon mehrere Optionen für einen Nachfolger des gescheiterten Fire Phone von 2014 in Erwägung gezogen. Neben einem klassischen Smartphone soll auch ein sogenanntes "Dumbphone" im Gespräch gewesen sein. Diese Geräte reduzieren den Funktionsumfang bewusst auf das Nötigste, um Ablenkungen zu minimieren, und erfreuen sich als Zweitgeräte wachsender Beliebtheit. Möglicherweise nutzt Amazon diese Marktentwicklung für sein neues Smartphone.

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KI als zentrales Feature

Das Projekt "Transformer" befindet sich laut Reuters noch in der Entwicklungsphase, und Details zu Preis oder Investitionssummen sind nicht bekannt. Allerdings soll das Smartphone mit Künstlicher Intelligenz ausgestattet sein. In den USA hat Amazon bereits den KI-gestützten Sprachassistenten Alexa+ eingeführt. Auf dem Smartphone könnte KI traditionelle App-Stores überflüssig machen, ähnlich wie bei Herstellern wie Nothing und Samsung, die Nutzern bereits ermöglichen, kleine Apps durch generative KI selbst zu kreieren.

Lehren aus dem Fire-Phone-Desaster

Das Fire Phone von 2014 sollte mit der Firefly-Funktion Amazons Strategie unterstützen, zur ersten Anlaufstelle für Produktsuchen zu werden. Die Smartphone-Kamera konnte Gegenstände scannen und auf Amazon finden. Doch das Gerät erwies sich als Fehltritt: Der vergleichsweise hohe Preis, mittelmäßige Hardware und das Fehlen des Google Play Stores machten es gegenüber Android- und iPhone-Konkurrenz unattraktiv. Amazon wird diese Erfahrungen bei der Entwicklung des "Transformer" berücksichtigen müssen.

Ob und wann das neue Smartphone tatsächlich auf den Markt kommt, bleibt ungewiss. Reuters berichtet, dass Amazon die Pläne möglicherweise wieder einstampfen könnte, sollten die Kosten die Gewinnerwartungen übersteigen. Doch die Wiederaufnahme der Smartphone-Entwicklung zeigt, dass der Konzern diesen Markt nicht endgültig aufgegeben hat.

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