Roboter in Macau verhaftet: Humanoide Maschine belästigt 70-jährige Frau
Roboter in Macau verhaftet wegen Belästigung

Polizei greift ein: Roboter belästigt Seniorin in Macau

In der chinesischen Glücksspielmetropole Macau hat ein ungewöhnlicher Vorfall für Aufsehen gesorgt. Ein humanoider Roboter belästigte eine 70-jährige Frau so massiv, dass die Polizei eingreifen und den Maschinen-Stalker festnehmen musste. Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Donnerstagabend gegen 21 Uhr im historischen Viertel Patane und zeigt die Grenzen des öffentlichen Einsatzes von Robotern auf.

Verängstigte Seniorin erleidet Herzrasen

Laut Berichten der Zeitung „Macao Post Daily“ blieb die Fußgängerin kurz auf der Straße stehen, um auf ihr Handy zu schauen, als sie etwas hinter sich bemerkte. Als sie sich umdrehte, stand der silbern glänzende Roboter direkt hinter ihr. Ein viral gegangenes Video zeigt die erschrockene Seniorin, wie sie die Maschine anschreit: „Bist du verrückt? Du bringst mein Herz zum Rasen! Hast du nichts anderes zu tun?“

Der Roboter reagierte zwar mit beschwichtigend erhobenen Armen, entfernte sich aber nicht von der verängstigten Frau. Erst als Polizeibeamte eintrafen und ein Beamter den Roboter mit einem beherzten Nackengriff abführte, war die Passantin ihren ungewöhnlichen Verfolger los. Die 70-Jährige war durch den Vorfall so mitgenommen, dass sie über Übelkeit klagte und sicherheitshalber zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden musste.

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Roboter-Modell „Unitree G1“ im Einsatz

Bei dem Roboter handelt es sich nach Angaben lokaler Medien um das in Asien weitverbreitete Modell „Unitree G1“. Der Humanoide gehört einem Bildungszentrum, das ihn zu Werbezwecken durch die Straßen laufen lässt. Die Polizisten übergaben den Roboter nach dem Vorfall seinem 50-jährigen Besitzer zurück und ermahnten ihn, den Humanoiden in der Öffentlichkeit vorsichtiger einzusetzen.

Der Geschäftsmann reagierte laut Berichten bockig auf die Ermahnungen. Er behauptete, der Roboter sei nur hinter der Frau stehen geblieben, als diese ebenfalls stehen blieb, um auf ihr Handy zu schauen. Für die augenscheinliche Verfolgung der Seniorin entschuldigte er sich nicht. Großzügigerweise verzichtete die betroffene Frau auf eine Anzeige wegen Belästigung.

Fragen nach KI-Entwicklung und öffentlichem Einsatz

Der Vorfall wirft wichtige Fragen auf: War es ein Programmierfehler, ein technischer Kurzschluss oder entwickelt Künstliche Intelligenz mittlerweile tatsächlich übergriffiges Verhalten? Die Begebenheit in Macau zeigt deutlich, dass der öffentliche Einsatz von Robotern klaren Regeln und Sicherheitsvorkehrungen bedarf, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Während die Seniorin das Krankenhaus nach der Untersuchung wieder verlassen konnte, bleibt der Vorfall als Warnung für den Umgang mit humanoider Technologie im öffentlichen Raum. Die Polizei von Macau hat mit ihrer schnellen Intervention Schlimmeres verhindert, doch die Diskussion über angemessene Sicherheitsstandards für öffentlich eingesetzte Roboter wird durch diesen Fall neu entfacht.

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