Nach einer langen Pause startet der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) sein neues Fahrradverleihsystem unter dem Namen "MyRadl". Ab sofort stehen Tausende Räder und Pedelecs in der Stadt und im Umland zur Verfügung. Das Angebot ersetzt den bisherigen Dienst und bringt einige Neuerungen mit sich.
Was ist neu bei MyRadl?
Der Name ist nicht das Einzige, das sich geändert hat. Das System wurde komplett überarbeitet: Die Räder sind moderner, die Buchung erfolgt über eine neue App, und die Stationen wurden ausgeweitet. Besonders hervorzuheben ist die Integration von Pedelecs, die nun ebenfalls im Angebot sind. Nutzer können die Räder flexibel ausleihen und an beliebigen Stationen im gesamten Verbundgebiet abstellen.
Die Kosten im Überblick
Die Preise für MyRadl sind gestaffelt. Eine Einzelfahrt kostet für ein normales Rad 1 Euro pro 30 Minuten, für ein Pedelec 2 Euro pro 30 Minuten. Es gibt auch Tagespässe: Für 9 Euro (normales Rad) bzw. 18 Euro (Pedelec) kann man einen Tag lang unbegrenzt fahren. Zusätzlich werden Monats- und Jahresabos angeboten, die Vielfahrern Rabatte gewähren. Die ersten 15 Minuten jeder Fahrt sind bei allen Tarifen kostenlos, um kurze Strecken zu fördern.
Verfügbarkeit und Stationen
MyRadl startet mit rund 3.000 Rädern und 1.000 Pedelecs an über 200 Stationen in München und den umliegenden Landkreisen. Die Stationen befinden sich an U-Bahnhöfen, S-Bahn-Haltestellen und zentralen Plätzen. In den kommenden Monaten soll das Netz auf 5.000 Fahrzeuge und 300 Stationen ausgebaut werden. Die Räder sind mit GPS ausgestattet und können auch außerhalb von Stationen gegen eine Zusatzgebühr abgestellt werden.
Nachhaltigkeit und Service
Der MVV setzt bei MyRadl auf Nachhaltigkeit: Die Räder werden aus recycelten Materialien gefertigt, und der Strom für die Pedelecs stammt aus erneuerbaren Energien. Zudem gibt es eine Hotline und einen Reparaturservice für defekte Räder. Die App bietet Echtzeit-Informationen zu verfügbaren Rädern und Stationen.
Mit MyRadl will München die Mobilitätswende vorantreiben und eine umweltfreundliche Alternative zum Auto bieten. Die ersten Reaktionen der Bürger sind positiv, wobei einige die Kosten als etwas hoch empfinden. Dennoch wird das Angebot als großer Schritt für die Fahrradinfrastruktur der Stadt gesehen.



