Robotaxis in Wuhan blockieren Verkehr: Massiver Systemausfall löst Mega-Stau aus
Robotaxis in Wuhan blockieren Verkehr durch Systemausfall

Verkehrschaos in chinesischer Millionenstadt: Robotaxis blockieren Straßen nach Systemausfall

In der chinesischen Metropole Wuhan hat ein massiver Systemausfall bei fahrerlosen Taxis zu einem beispiellosen Verkehrschaos geführt. Am Dienstag blieben plötzlich Dutzende Robotaxis mitten im fließenden Verkehr stehen und lösten einen Mega-Stau aus, der die gesamte Stadt lahmlegte. Mindestens hundert Fahrzeuge des Dienstes Apollo Go kamen ohne Vorwarnung zum Stillstand, einige blockierten sogar Überholspuren und verursachten damit gefährliche Situationen.

Polizei bestätigt "Systemstörung" als Ursache

Die örtliche Polizei bestätigte den Vorfall und sprach von einer schwerwiegenden "Systemstörung", die zum plötzlichen Stillstand der fahrerlosen Fahrzeuge geführt habe. Laut ersten Erkenntnissen waren die Robotaxis, die normalerweise ohne menschlichen Fahrer unterwegs sind, für mehrere Stunden nicht steuerbar. Passagiere berichteten, dass sie bis zu zwei Stunden in den feststeckenden Fahrzeugen ausharren mussten, bevor Hilfe eintraf.

Die Situation eskalierte schnell: In sozialen Medien kursierten Videos, die leichte Auffahrunfälle zeigten, weil nachfolgende Autofahrer nicht mit den abrupt bremsenden Robotaxis rechneten. Trotz der gefährlichen Verkehrssituation gab die Polizei Entwarnung: "Verletzt wurde niemand - das war reines Glück", hieß es in einer offiziellen Stellungnahme.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Baidu untersucht Ursache des Apollo-Go-Ausfalls

Der chinesische Technologiegigant Baidu, Betreiber des Robotaxi-Dienstes Apollo Go, reagierte zunächst nicht auf Medienanfragen zu dem Vorfall. Auf der Plattform Weibo veröffentlichte die Polizei jedoch eine Mitteilung, dass die Ursache des Systemausfalls intensiv untersucht werde. Experten vermuten, dass ein Fehler in der Sensorik oder der Steuerungssoftware die Fahrzeuge lahmgelegt haben könnte.

Die Sensoren auf den Dächern der Robotaxis, normalerweise Garanten für die sichere Fahrt, versagten offenbar komplett. "Fällt diese Technik aus, gibt es Staus", kommentierte ein Verkehrsexperte die Situation. Der Vorfall wirft ernste Fragen zur Zuverlässigkeit autonomer Fahrzeuge auf, gerade in dicht besiedelten Metropolen wie Wuhan mit mehreren Millionen Einwohnern.

Internationale Expansion trotz Sicherheitsbedenken

Baidu betreibt seinen Robotaxi-Dienst Apollo Go in Dutzenden Städten weltweit, wobei das Hauptgeschäft noch in China konzentriert ist. Das Unternehmen treibt die Entwicklung autonomer Mobilität konsequent voran und expandiert auch international. Erst im Dezember 2025 kündigten die Fahrdienstvermittler Uber und Lyft Partnerschaften mit Baidu an, um Apollo-Go-Fahrzeuge auf britischen Straßen zu testen.

Die Testphase soll eigentlich 2026 starten, allerdings benötigen beide Unternehmen noch die Genehmigung der Aufsichtsbehörden. Der Vorfall in Wuhan könnte diese Pläne nun verzögern, da Sicherheitsbedenken neu aufgeworfen wurden. Die Robotaxi-Revolution zeigt mit diesem Zwischenfall ein ernsthaftes Zuverlässigkeitsproblem, das die weitere Verbreitung der Technologie beeinflussen könnte.

Die Debatte über die Sicherheit fahrerloser Autos hat durch den Vorfall in Wuhan neue Nahrung erhalten. Während Befürworter auf die grundsätzlich gute Sicherheitsbilanz der Technologie verweisen, fordern Kritiker strengere Tests und Notfallsysteme, bevor Robotaxis im großen Stil eingesetzt werden dürfen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration