NASA stellt Mondprogramm um: Statt Raumstation nun permanente Basis auf dem Mond geplant
NASA plant permanente Mondbasis statt Raumstation im Orbit

NASA vollzieht strategische Kehrtwende im Mondprogramm

Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat eine fundamentale Neuausrichtung ihrer Mondambitionen bekannt gegeben. Anstelle der bisher geplanten Raumstation in der Mondumlaufbahn, dem sogenannten Gateway-Projekt, soll nun eine dauerhafte Basis direkt auf der Oberfläche des Erdtrabanten errichtet werden. Diese strategische Kurskorrektur erfolgt vor dem Hintergrund des intensivierten Wettlaufs im Weltraum, insbesondere mit China.

Dreistufenplan für die permanente Mondpräsenz

NASA-Chef Jared Isaacman erläuterte den neuen Ansatz, der auf eine nachhaltige Besiedlung des Mondes abzielt. »Die NASA ist entschlossen, das beinahe Unmögliche erneut zu erreichen«, wird Isaacman in einer offiziellen Mitteilung zitiert. Der Zeitdruck ist enorm: »Über Erfolg oder Scheitern entscheiden Monate, nicht Jahre«, betonte er mit Blick auf die internationale Konkurrenz.

Der Aufbau der Mondbasis soll in drei klar definierten Phasen erfolgen:

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  1. In der ersten Phase werden Rover und wissenschaftliche Instrumente zum Mond transportiert, um kritische Technologien unter realen Bedingungen zu testen und zu validieren.
  2. Die zweite Stufe umfasst den Aufbau einer ersten bewohnbaren Infrastruktur, die regelmäßige Astronauteneinsätze auf dem Mond ermöglichen soll.
  3. Den Abschluss bildet die Etablierung einer vollständig dauerhaften, bemannten Basis, an der auch internationale Partner wie die Raumfahrtagenturen Japans, Italiens und Kanadas beteiligt sein werden.

Artemis-Missionen und nukleare Antriebstechnologie

Bereits in wenigen Tagen steht mit »Artemis 2« der Start der ersten bemannten Mondmission seit über fünf Jahrzehnten an. Zunächst handelt es sich dabei um einen Vorbeiflug ohne Landung. Eine NASA-Vertreterin bestätigte die Zielvorgabe für den 1. April, räumte jedoch gleichzeitig ein, dass der Flug »nicht ohne Risiko« sei. Die erste bemannte Landung im Rahmen des neuen Konzepts ist für Anfang 2028 mit der Mission »Artemis 4« vorgesehen.

Ein weiterer bahnbrechender Aspekt der neuen NASA-Strategie ist die Entwicklung atombetriebener Raumschiffe. Noch vor Ende des Jahres 2028 soll das erste nuklear angetriebene Raumschiff, die »Space Reactor-1 Freedom«, startbereit sein. Diese Technologie verspricht einen besonders effizienten Transport schwerer Lasten durch das Weltall und würde Missionen in die äußeren Bereiche des Sonnensystems ermöglichen, wo Solarenergie nicht mehr ausreicht.

Geopolitische Dimension und Zeitplan

Die Neuausrichtung des NASA-Mondprogramms ist auch eine direkte Reaktion auf die ambitionierten Pläne Chinas. Die Volksrepublik hat erklärt, bis spätestens 2030 eigene Astronauten auf den Mond bringen zu wollen. US-Präsident Donald Trump hatte bereits im Dezember des vergangenen Jahres per Dekret eine US-Mondlandung bis 2028 festgelegt. NASA-Vizechef Amit Kshatriya unterstrich die Dringlichkeit: »Heute richten wir die NASA auf die neue Mission aus«. Es gelte, eine »fokussierte, phasenweise Architektur« zu verfolgen, die Fähigkeiten schrittweise erweitere.

Das bisherige Gateway-Projekt, die geplante Raumstation in der Mondumlaufbahn, wird vorerst auf Eis gelegt. Die dafür bereits entwickelten Komponenten und Technologien sollen nun für den Aufbau der Oberflächenbasis umgenutzt werden. Nach der ersten Landung im Jahr 2028 plant die NASA zunächst bemannte Mondlandungen im Halbjahresrhythmus, mit dem Ziel, diese Frequenz kontinuierlich zu erhöhen, sobald die Technologie ausgereift ist.

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