Keine Verlängerung für Gelbe Säcke: AfD-Antrag in Mansfeld-Südharz gescheitert
AfD-Antrag zu Gelben Säcken in Mansfeld-Südharz gescheitert

Streit um Gelbe Säcke in Mansfeld-Südharz: AfD-Antrag findet keine Mehrheit

Die Diskussion um die Einführung der neuen Gelben Tonnen im Landkreis Mansfeld-Südharz hat eine neue Wendung genommen. Ein Antrag der AfD-Fraktion, die Ausnahmeregelung für die Nutzung von Gelben Säcken über den 31. März hinaus zu verlängern, ist im Kreistag gescheitert. Die Abstimmung endete ohne die erforderliche Mehrheit für den Vorstoß der rechtspopulistischen Partei.

Umstellung auf Gelbe Tonnen schreitet voran

Seit Beginn des Jahres läuft im Landkreis die schrittweise Umstellung von Gelben Säcken auf standardisierte Gelbe Tonnen für die Sammlung von Leichtverpackungsmüll. Diese Veränderung sorgt bei den Bürgern für geteilte Meinungen. Während einige Haushalte problemlos mit den neuen Behältern zurechtkommen, klagen andere über unzureichendes Fassungsvermögen im Vergleich zu den bisherigen Säcken.

Bis zum Ende des Monats März gilt noch eine Übergangsregelung: Das Entsorgungsunternehmen PreZero, das im Auftrag des Dualen Systems Deutschland (DSD) agiert, leert nicht nur die vierwöchentlich bereitgestellten Gelben Tonnen, sondern nimmt parallel weiterhin Gelbe Säcke mit. Diese Praxis endet jedoch mit Ablauf des kommenden Monats definitiv.

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Politische Auseinandersetzung im Kreistag

Die AfD hatte in der jüngsten Sitzung des Kreistages vehement auf eine Abstimmung über ihren Antrag gedrängt. Die Partei argumentierte, dass viele Bürger mit den neuen Tonnen nicht zufrieden seien und eine längere Übergangsfrist benötigten. Die Mehrheit der anderen Fraktionen zeigte sich jedoch nicht überzeugt und lehnte den Vorstoß ab.

Die Entscheidung bedeutet konkret:

  • Ab dem 1. April 2026 werden ausschließlich Gelbe Tonnen zur Sammlung von Leichtverpackungsmüll verwendet
  • Gelbe Säcke werden von den Entsorgungsfahrzeugen nicht mehr mitgenommen
  • Die Umstellung auf das neue System wird ohne weitere Verzögerung vollzogen

Die Kontroverse spiegelt die anhaltenden Diskussionen um praktische Umsetzungen der Abfallwirtschaft in vielen Kommunen wider. Während Befürworter der Tonnen auf höhere Stabilität, bessere Lagerung und geringere Verschmutzung verweisen, kritisieren Gegner die eingeschränkte Flexibilität und das teilweise geringere Volumen.

Der Landkreis Mansfeld-Südharz setzt mit seiner Entscheidung nun ein klares Zeichen für die vollständige Implementierung des neuen Entsorgungssystems. Obwohl die AfD mit ihrem Antrag scheiterte, zeigt die Debatte, dass die Thematik weiterhin emotional und politisch aufgeladen bleibt.

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