Am Dienstagmorgen kam es in der Ortschaft Mösthinsdorf im Saalekreis bei Halle zu einem Großeinsatz von Polizei und Umweltamt. Die Behörden durchsuchten das Gelände eines Unternehmers, dem vorgeworfen wird, dort bis zu 600 Tonnen illegalen Abfall abgelagert zu haben.
Vorwürfe gegen den Unternehmer
Laut Angaben der Ermittler handelt es sich bei dem verdächtigen Material um Abfälle, die als Mutterboden deklariert worden sein sollen. Die Behörden gehen dem Verdacht nach, dass hier bewusst Müll illegal entsorgt wurde, um Kosten zu sparen. Der genaue Umfang der Ablagerungen wird derzeit noch ermittelt, erste Schätzungen belaufen sich auf bis zu 600 Tonnen.
Unternehmer wehrt sich gegen Anschuldigungen
Der betroffene Unternehmer zeigte sich gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung verärgert über die Vorwürfe. Er betonte, dass es sich bei dem Material um hochwertigen Mutterboden handele, der für landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden solle. Die Durchsuchung sei unverhältnismäßig und schädige seinen Ruf. Er kündigte an, rechtliche Schritte gegen die Vorwürfe zu prüfen.
Hintergrund des Einsatzes
Der Großeinsatz begann am frühen Dienstagmorgen und zog mehrere Stunden in Anspruch. Neben Polizeikräften waren auch Spezialisten des Umweltamtes vor Ort, um Proben zu nehmen und die Zusammensetzung des Materials zu analysieren. Die Ermittlungen dauern an. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen dem Unternehmer empfindliche Strafen sowie die Auflage, den illegalen Abfall auf eigene Kosten zu entsorgen.
Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, verdächtige Abfallablagerungen umgehend zu melden. Illegale Müllentsorgung schade nicht nur der Umwelt, sondern verursache auch hohe Kosten für die Allgemeinheit.



