Unruhe in Libbesdorf: Ortschaftsrat vor Entscheidung über Solarpark
Der geplante Solarpark mit Batteriespeicher sorgt in Libbesdorf für anhaltende Diskussionen. Eine Bürgerin fühlt sich eingeschüchtert, während der Landwirt, dem die Fläche gehört, mehr Sachlichkeit in der Debatte fordert. Das Thema steht am Montag erneut auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Osternienburger Land.
Bereits im April hatte das Gremium seine Entscheidung vertagt. Nun soll eine Lösung gefunden werden, die sowohl die Bedenken der Anwohner als auch die wirtschaftlichen Interessen berücksichtigt. Der Ortschaftsrat steht dabei unter besonderem Druck: Eine von Bürgern durchgeführte Umfrage ergab eine klare Ablehnung des Projekts, doch der Rat muss auch die langfristigen Vorteile für die Gemeinde abwägen.
Bürgerin fühlt sich eingeschüchtert
Eine Anwohnerin berichtet von Einschüchterungsversuchen durch Befürworter des Solarparks. Sie fühle sich unter Druck gesetzt, ihre ablehnende Haltung zu überdenken. Die Gemeinde sicherte zu, die Vorwürfe zu prüfen und für einen fairen Dialog zu sorgen.
Landwirt vermisst Fakten
Der Landwirt, auf dessen Fläche der Solarpark entstehen soll, kritisiert die Debatte als zu emotional. Er vermisse fundierte Informationen zu den Auswirkungen auf Boden, Landschaft und die lokale Wirtschaft. Er plädiert für eine sachliche Auseinandersetzung mit den Fakten.
Die Entscheidung des Ortschaftsrates wird mit Spannung erwartet. Sie könnte weitreichende Folgen für die Energiepolitik der Region haben. Die Gemeinde Osternienburger Land will bis Ende des Monats eine endgültige Entscheidung treffen.



