Die Erfolgsserie „Landman“ auf Paramount+ sorgt mit einer kontroversen These für Aufsehen: In einer Szene hält Hauptfigur Tommy Norris, gespielt von Billy Bob Thornton, einen Monolog über Windkraft. Er behauptet, dass Windräder gigantische Mengen an Energie verschlingen – mehr, als sie jemals erzeugen könnten. Die Szene ging viral und entfachte eine Debatte. Doch was ist dran an dieser Aussage?
Die These der Serie
In der Serie ragen riesige Windräder in den Himmel von Westtexas, daneben wirken die Menschen winzig. Norris nutzt dieses Bild, um seine Kritik an der Windkraft zu untermauern. Er sagt, die Anlagen seien ein Irrweg und würden mehr Energie verbrauchen, als sie produzieren. Diese Behauptung ist nicht neu, wird aber durch die Popularität der Serie einem breiten Publikum präsentiert.
Was sagt die Wissenschaft?
Studien zeigen, dass Windkraftanlagen während ihrer Lebensdauer deutlich mehr Energie erzeugen, als für Bau, Betrieb und Entsorgung aufgewendet wird. Die sogenannte Energie-Rückzahlzeit (Energy Payback Time) beträgt je nach Standort und Technologie zwischen drei und zwölf Monaten. Danach produzieren die Anlagen über 20 bis 30 Jahre hinweg saubere Energie. Die Behauptung aus „Landman“ ist daher wissenschaftlich nicht haltbar.
Warum hält sich der Mythos?
Der Mythos, dass Windräder mehr Energie verbrauchen als sie erzeugen, basiert oft auf veralteten Daten oder fehlerhaften Berechnungen. Kritiker der Windkraft nutzen solche Aussagen, um Zweifel an der Effizienz zu säen. Die Serie „Landman“ verstärkt diese Debatte, bietet aber keine wissenschaftliche Grundlage. Lesen Sie bei BILDplus, wie die Energiebilanz von Windrädern tatsächlich aussieht und welche Fakten hinter der Kontroverse stecken.
Fazit
Die These aus „Landman“ ist ein Paradebeispiel für einen verbreiteten Irrglauben. Windkraftanlagen sind effizient und tragen zur Energiewende bei. Die Serie unterhält, aber in der Realität sieht die Energiebilanz anders aus.



