Frühlingsanfang am 20. März: Warum wir jetzt mehr Tageslicht genießen können
Frühlingsanfang: Mehr Tageslicht ab 20. März

Frühlingsanfang am 20. März: Darum erleben wir jetzt längere Tage

Der Winter verabschiedet sich endgültig, der Frühling hält Einzug. Nach dem letzten Vollmond des Winters Anfang März rückt die wärmere Jahreszeit nun in greifbare Nähe. Am 20. März markiert die sogenannte Tag-und-Nacht-Gleiche den offiziellen Beginn des Frühlings auf der Nordhalbkugel. Zu diesem Zeitpunkt sind Tag und Nacht exakt gleich lang – ein Phänomen, das nur zweimal jährlich auftritt.

Was genau ist die Tag-und-Nacht-Gleiche?

Zweimal im Jahr erreicht die Erde eine Position in ihrer Umlaufbahn, bei der Tag und Nacht überall auf dem Planeten genau zwölf Stunden dauern. Diese astronomische Konstellation bezeichnen wir als Tag-und-Nacht-Gleiche. Während sie bei uns im März den Frühlingsanfang einläutet, signalisiert sie im September den Herbstbeginn. Interessanterweise verhält es sich auf der Südhalbkugel genau umgekehrt: Dort beginnt mit unserer Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche der Herbst.

Die Wissenschaft hinter den Jahreszeiten

Dr. Björn Voss, Direktor des Planetarium Hamburgs, klärt über die wahren Ursachen der Jahreszeiten auf: „Entgegen landläufiger Meinung ist nicht die Nähe der Erde zur Sonne für den Wechsel der Jahreszeiten verantwortlich. Tatsächlich befindet sich unser Planet Anfang Juli, also im Hochsommer, sogar in Sonnenferne.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Der Schlüssel zum Verständnis liegt vielmehr in der Neigung der Erdachse. „Unser Planet kreist um 23,5 Grad geneigt um die Sonne“, erklärt Dr. Voss. „Durch diesen Winkel ist während eines Umlaufs für mehrere Monate entweder die Nord- oder die Südhalbkugel stärker zur Sonne hin geneigt. Dies verändert den Einfallswinkel des Sonnenlichts und beeinflusst sowohl die Tageslänge als auch die Mittagshöhe der Sonne.“

Spürbar mehr Tageslicht im März

Der Frühling kündigt sich bereits seit Wochen durch zunehmende Helligkeit an. Während wir am 20. Februar noch etwa zehn helle Stunden verzeichneten, sind es zur Tag-und-Nacht-Gleiche am 20. März bereits zwölf Stunden Tageslicht. Ab diesem Zeitpunkt überwiegen die hellen Stunden deutlich.

Um das zusätzliche Tageslicht optimal zu nutzen, erfolgt kurz darauf die Umstellung auf die Sommerzeit. In der Nacht vom 28. auf den 29. März werden die Uhren von 2 auf 3 Uhr vorgestellt, was uns eine zusätzliche Stunde Abendlicht beschert.

Die Tag-und-Nacht-Gleiche markiert somit nicht nur einen kalendarischen Wechsel, sondern läutet eine Phase ein, in der die Natur erwacht und wir uns über längere, wärmere Tage freuen dürfen – alles dank der faszinierenden Mechanik unseres Sonnensystems.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration