Trotz Winterwetter: Außergewöhnliche Dürregebiete in der Uckermark alarmieren Experten
Winter-Dürre in Uckermark: Ausstellung zeigt Lösungen

Trotz Winterwetter: Außergewöhnliche Dürregebiete in der Uckermark alarmieren Experten

In der Uckermark herrscht trotz der aktuellen Winterwetterlage eine besorgniserregende Dürresituation. Vertrocknetes Gras prägt weiterhin viele Weideflächen in Brandenburg und verdeutlicht die anhaltende Wasserknappheit in der Region. Wie es gelingen kann, dass Brandenburg auch in Zukunft über ausreichend Wasser verfügt, steht im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung in Templin, die prominent eröffnet wird.

Ausstellung thematisiert Wasserkrise und zeigt Lösungswege

„Die Trockenheit infolge des Klimawandels stellt eine der größten Herausforderungen für unsere Region dar. Wir freuen uns deshalb besonders, im Bündnis-Büro Templin eine Ausstellung zu präsentieren, die auf dieses brisante Thema aufmerksam macht“, erklärt Patrick Telligmann, Co-Sprecher des Kreisverbands Uckermark von Bündnis 90/Die Grünen. Die Plakatausstellung mit dem Titel „Das Wasser in der Landschaft halten – Wie wir auch in Zukunft ausreichend Wasser in Brandenburg haben“ wurde von der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg für Ökologie, Demokratie und Soziales e.V. entwickelt.

Die Ausstellungseröffnung findet am 11. März um 18.30 Uhr im Bündnis-Büro Templin in der Pestalozzistraße 22 statt. Gezeigt werden bis zum 17. Juni herausfordernde Entwicklungen wie der kontinuierlich sinkende Grundwasserspiegel und der schlechte ökologische Zustand der meisten Gewässer in Brandenburg. Gleichzeitig präsentiert die Schau konkrete Lösungsansätze, darunter die Umgestaltung von Wäldern, Agroforstsysteme, die Wiedervernässung von Mooren sowie Gestaltungsmöglichkeiten für kommunale Akteure.

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Dürremonitor zeigt alarmierende Daten trotz Winterwetter

Patrick Telligmann verweist auf aktuelle Daten des Dürremonitors vom 4. Februar des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig: „Trotz des Winterwetters der vergangenen Tage werden darin schwere bis außergewöhnliche Dürregebiete in der Uckermark dokumentiert. Der Wassermangel resultiert häufig nicht primär aus fehlendem Niederschlag, sondern daraus, dass unsere Böden das Wasser zunehmend schlechter speichern können.“ Diese Entwicklung unterstreicht die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserspeicherfähigkeit der regionalen Böden.

Prominente Eröffnung mit künstlerischer Begleitung

Die Ausstellung wird von Michael Kellner, Bundestagsabgeordneter und energiepolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, eröffnet. Dr. Rüdiger Mauersberger vom Förderverein Feldberg-Uckermärkische Seen e.V. wird einen fachlichen Input zum Thema Wasser geben. Künstlerisch begleitet wird die Veranstaltung durch Beiträge des Vereins UMtanz e.V. und von Bruno Renne, die das Thema Wasser kreativ interpretieren.

Wegen begrenzter Platzkapazitäten werden Interessierte gebeten, sich vorab per E-Mail anzumelden. Die genauen Öffnungszeiten der Ausstellung sind im Bündnis-Büro ausgehängt oder auf der entsprechenden Website einsehbar.

Geplanter Wassertag im Herbst vertieft das Thema

Darüber hinaus plant der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen in Templin für den Herbst einen speziellen „Wassertag“. Bei Vorträgen und einer Exkursion können sich Bürgerinnen und Bürger über die aktuelle Situation von Oberflächen‑ und Grundwasser in Templin und Umgebung informieren. Zudem werden praktische Maßnahmen vorgestellt, mit denen dem Wassermangel und seinen weitreichenden Folgen entgegengewirkt werden kann. Diese Initiative soll das Bewusstsein für nachhaltiges Wassermanagement in der Region weiter stärken.

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