Winter kehrt mit voller Wucht zurück: Temperaturen stürzen unter minus 10 Grad
Die milde Phase ist vorbei – der Winter meldet sich mit voller Wucht zurück. Nachdem Schnee und Eis in vielen Regionen Deutschlands fast vollständig abgetaut waren, steht bereits die nächste Kältewelle vor der Tür. Meteorologen warnen vor einem erneuten Wintereinbruch, der ab Donnerstag mit Schneefällen beginnt und am Wochenende Temperaturen unter minus 10 Grad bringen wird.
Schneefälle ab Donnerstag im Norden
Meteorologe Oliver Reuter vom Deutschen Wetterdienst (DWD) erklärt die Entwicklung: „Aus Regen wird Schneetreiben. In Nordeuropa liegt die Kaltluft in Lauerstellung. Sie erreicht am Donnerstag zunächst den Norden von Schleswig-Holstein. Dort wird es schon in der Nacht, spätestens am Morgen, schneien.“ Auch in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns, etwa auf Rügen, sind erste Schneefälle möglich.
Dr. Karsten Brandt von donnerwetter.de bestätigt diese Prognose: „Bis Freitagnachmittag hat der Schnee Hamburg erreicht. Samstag schneit es dann von Niedersachsen bis runter nach Thüringen und Sachsen.“ Die Kältewelle wird somit große Teile Deutschlands erfassen.
Weiberfastnacht mit Regen im Westen
Während der Norden und Osten bereits mit Schnee rechnen müssen, bleibt es im Westen am Donnerstag noch relativ mild. An Weiberfastnacht werden am Rhein Temperaturen von 7 bis 10 Grad erwartet. Allerdings dürfte die Feierlaune getrübt sein, wie Reuter vom DWD erläutert: „Es werden Regenschirme gebraucht. Vormittags gibt es länger anhaltenden Regen, nachmittags gehen diese in Schauer über. Wenigstens ist der Regen warm.“
Auf Wetterkarten ist deutlich zu erkennen, dass am Donnerstag kräftige Regenfälle, insbesondere am Rhein, bevorstehen. Diese Niederschläge könnten sich im Laufe des Tages in Schnee verwandeln, sobald die Kaltluft aus Nordeuropa einsetzt.
Kältehöhepunkt am Wochenende
Das Wochenende bringt den Höhepunkt der Kältewelle. DWD-Meteorologe Reuter warnt: „Die Kälte wird ganz Deutschland fluten. Samstag auf Sonntag fallen die Temperaturen unterhalb von minus 10 Grad.“ Damit wird es in vielen Regionen bitterkalt, was insbesondere für die Karnevalssaison problematisch sein könnte.
Für den Rosenmontag sagen die Wettermodelle unterschiedliche Szenarien voraus. Brandt von Donnerwetter erklärt: „Das deutsche Modell sieht massive Schneefälle am Rhein in den Karnevalsgeländen. Das amerikanische Modell ist da entspannter, sieht eher milde Temperaturen, vielleicht ein wenig Schnee in Mainz.“ Unabhängig davon ist mit erheblichen Niederschlägen zu rechnen, die wahrscheinlich als Schnee fallen werden.
Kein Frühling in Sicht
Für die kommenden Wochen prophezeit Meteorologe Brandt eine geteilte Wetterlage in Deutschland: „Es wird wahrscheinlich wieder eine geteilte Wetterlage in Deutschland geben, mit eher milden Temperaturen im Westen und Kälte im Norden und Osten.“ Ein baldiges Ende des Winters ist nicht in Sicht.
Brandt betont: „Der Winter ist noch lange nicht vorbei. Bis Ende Februar ist in den Modellen kein Anzeichen für Frühling zu entdecken.“ Auch der Deutsche Wetterdienst bestätigt, dass der Frühling noch auf sich warten lässt. Die aktuellen Prognosen deuten darauf hin, dass die kalte Jahreszeit Deutschland noch einige Zeit im Griff halten wird.
Die Bevölkerung sollte sich auf anhaltend winterliche Bedingungen einstellen, mit Schneefällen, Glätte und frostigen Temperaturen. Besonders im Norden und Osten ist mit erheblichen Beeinträchtigungen im Verkehrs- und Alltagsleben zu rechnen.



