Zyklon 'Gezani' verwüstet Madagaskar: Mindestens 20 Tote, Tausende obdachlos
Zyklon 'Gezani' verwüstet Madagaskar: 20 Tote

Zyklon 'Gezani' hinterlässt Spur der Verwüstung auf Madagaskar

Ein schwerer Wirbelsturm hat den Inselstaat Madagaskar im Indischen Ozean heimgesucht und dabei mindestens 20 Menschenleben gefordert. Der Zyklon mit dem Namen Gezani traf am Dienstagabend auf das Festland und fegte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 270 Kilometern pro Stunde über die Region. Lokale Behörden melden zudem fünf Vermisste und mindestens 33 Verletzte. Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit reduzierte sich zwischenzeitlich auf etwa 110 Kilometer pro Stunde, doch das volle Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht absehbar.

Besonders betroffene Region: Toamasina und Atsinanana

Die nordöstliche Hafenstadt Toamasina, mit rund einer halben Million Einwohnern die zweitgrößte Stadt Madagaskars, erlitt besonders schwere Schäden. Laut Behördenangaben wurden dort 90 Prozent aller Häuser beschädigt. Die Straßen sind durch umgestürzte Bäume, Strommasten und Trümmer blockiert, was Rettungsmaßnahmen erheblich erschwert. In der Region Atsinanana, zu der Toamasina gehört, wurde die Infrastruktur zu etwa 80 Prozent zerstört. Ersten Zählungen zufolge sind etwa 6000 Menschen obdachlos geworden.

Herausforderungen für Rettungskräfte

Die Rettungsarbeiten werden durch ein stark gestörtes Telekommunikationsnetz und unterbrochene Stromversorgung behindert. Diese Faktoren verlangsamen die Koordination von Hilfsmaßnahmen und die Erfassung der genauen Schäden. Die Behörden betonen, dass die endgültige Zahl der betroffenen Menschen und das komplette Ausmaß der Zerstörung noch nicht bestimmt werden können.

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Madagaskar: Regelmäßig von Tropenstürmen betroffen

Madagaskar, ein Inselstaat mit rund 30 Millionen Einwohnern im Indischen Ozean vor der Küste Mosambiks, ist regelmäßig von schweren Tropenstürmen heimgesucht. Vor etwa drei Jahren verwüstete der Tropensturm Freddy Madagaskar sowie die Nachbarländer Mosambik und Malawi, wobei mehr als 500 Menschen ums Leben kamen. Diese wiederkehrenden Naturkatastrophen unterstreichen die Vulnerabilität der Region gegenüber extremen Wetterereignissen.

Die aktuelle Situation bleibt angespannt, während Hilfsorganisationen und lokale Behörden versuchen, die dringendsten Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken und die Schäden zu bewältigen.

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