Brandenburg: Newcastle-Krankheit zwingt zur Keulung von weiteren 200.000 Vögeln
Brandenburg: Newcastle-Krankheit - 200.000 Vögel werden getötet

Brandenburg: Newcastle-Krankheit zwingt zur Keulung von weiteren 200.000 Vögeln

In Brandenburger Geflügelbetrieben greift die hochansteckende Newcastle-Krankheit weiter um sich. Das Umweltministerium in Potsdam hat am 31. März 2026 mitgeteilt, dass im Landkreis Dahme-Spreewald zwei weitere Ausbrüche amtlich festgestellt wurden. Diese Entwicklung führt dazu, dass weitere 200.000 Vögel getötet werden müssen, um die Ausbreitung der Tierseuche einzudämmen.

Neue Ausbrüche in Dahme-Spreewald und Spree-Neiße

Laut Ministeriumsangaben sind in einem Masthähnchenbetrieb im Landkreis Dahme-Spreewald etwa 120.000 Tiere von der Newcastle-Krankheit betroffen. Bei einem Kleinsthalter in derselben Region müssen zudem rund 30 Vögel gekeult werden. Parallel dazu wurde die Erkrankung in einem bereits betroffenen Betrieb im Landkreis Spree-Neiße in weiteren Ställen nachgewiesen, wo etwa 76.000 Tiere betroffen sind.

Die erforderlichen Maßnahmen umfassen die tierschutzgerechte Tötung der Tiere sowie die Einrichtung spezieller Zonen. Im Radius von mindestens drei Kilometern um den Ausbruchsbestand wird eine Schutzzone eingerichtet, während eine Überwachungszone im Radius von mindestens zehn Kilometern festgelegt wird. In diesen Zonen gelten besondere Auflagen für Geflügelhalter, darunter Stallpflicht und ein Transportverbot für Vögel, Fleisch und Eier. Zudem sind Geflügelmessen und -märkte untersagt.

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Was ist die Newcastle-Krankheit?

Die Newcastle-Krankheit, auch als atypische Geflügelpest bekannt, ist eine hochansteckende Virusinfektion, die zuletzt vor etwa 30 Jahren in Deutschland aufgetreten war. In Deutschland besteht für Geflügelhalter eine Impfpflicht, doch wie das Virus in die Betriebe gelangt, ist bislang nicht vollständig geklärt. Das Umweltministerium betont, dass das Virus für Menschen ungefährlich ist, obwohl bei sehr engem Kontakt mit erkrankten Tieren Bindehautentzündungen auftreten können.

In Brandenburg hat es in diesem Jahr bisher zu 16 Ausbrüchen der Newcastle-Krankheit gekommen. Ein Sprecher des Ministeriums teilte mit, dass insgesamt bereits rund drei Millionen Tiere getötet werden mussten oder müssen. Diese Zahlen unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Situation und die Notwendigkeit strikter Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche.

Die Ausbreitung der Newcastle-Krankheit stellt eine erhebliche Herausforderung für die Brandenburger Landwirtschaft dar und erfordert koordinierte Anstrengungen von Behörden und Betrieben, um weitere Verluste zu minimieren und die Tiergesundheit zu schützen.

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