Saharastaub färbt Himmel über Kreta blutrot: Unwetter und Luftbelastung in Griechenland
Saharastaub färbt Himmel über Kreta blutrot

Saharastaub färbt Himmel über Kreta blutrot: Unwetter und Luftbelastung in Griechenland

Starke Südwinde haben massenhaft Sand aus der Sahara Richtung griechische Inseln getragen, wo der Himmel sich durch den Wüstenstaub dramatisch rot verfärbt hat. In Griechenland gilt eine Unwetterwarnung, die auch andere Teile des Landes betrifft. Wer Ostern in Griechenland verbringt, muss sich auf stürmisches Wetter einstellen, das bereits große Schäden verursacht und mindestens ein Todesopfer gefordert hat.

Schwere Unwetter und Luftbelastung durch Saharastaub

Besonders betroffen von den Unwettern sind die südliche Ägäis und die Region um Athen. Zu Starkregen und Orkanböen kommt eine starke Belastung der Luft mit Saharastaub, wie der griechische Rundfunk berichtet. In der Sahara kann der Wind so stark wehen, dass er riesige Mengen Sand vom Boden aufwirbelt und hoch in die Luft trägt. Dort oben bleibt der Staub – je nach Wetterlage in zwei bis sieben, manchmal sogar in bis zu zehn Kilometer Höhe.

In der dünnen Luft dort kann er laut Deutschem Wetterdienst (DWD) monatelang schweben, ohne herunterzufallen. Bei bestimmten Wetterlagen trägt der Wind den Staub bis nach Europa, wo er nun in Griechenland für spektakuläre Himmelsfarben und gesundheitliche Risiken sorgt.

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Betroffene Regionen und aktuelle Lage

Auf Kreta sowie den Kykladeninseln Santorini, Naxos und Mykonos hat sich der Himmel durch den Saharastaub intensiv rot verfärbt. Meteorologen erwarten weiterhin kräftige Regenfälle, Gewitter und örtlichen Hagel. Für Kreta gilt eine erhöhte Unwetterwarnung. Eine Entspannung wird erst für Freitagabend erwartet.

Die Folgen der Unwetter sind gravierend: Auf Rhodos rückte die Feuerwehr mehr als 50 Mal aus, vorwiegend wegen umgestürzter Bäume. Auch Stromleitungen, Laternen und Boote wurden beschädigt. Der Zivilschutz rief Bewohner und Touristen per SMS auf, ihre Bewegungen einzuschränken. In einem Vorort von Athen kam es zu Überschwemmungen, bei denen ein Mann ums Leben kam, nachdem ihn Wassermassen mitgerissen und unter einem Auto eingeklemmt hatten.

Auswirkungen auf Verkehr und Gesundheit

Der Fährverkehr wurde in vielen Teilen des Landes eingestellt. Mindestens zehn Flüge nach Rhodos wurden am Mittwoch gestrichen oder umgeleitet, inzwischen läuft der Luftverkehr wieder weitgehend normal. Der Staub aus der Sahara erreicht immer wieder auch Deutschland. Giftig ist er nicht, die kleinen Partikel können aber in die Lunge eindringen.

Fachleute empfehlen: Sportler sollten sich bei Saharastaub nicht über Stunden draußen anstrengen – vor allem, wenn sie Vorerkrankungen haben. Zudem kann der Staub Allergien verstärken. Autofahrer müssen am Tag mit Licht fahren, um die Sichtbehinderung durch den roten Himmel zu kompensieren.

Die Kombination aus Saharastaub und schweren Unwettern stellt Griechenland vor erhebliche Herausforderungen, während Touristen und Einheimische mit den ungewöhnlichen Wetterphänomenen zurechtkommen müssen.

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