Toter Buckelwal droht zu explodieren
Der Buckelwal Timmy, der kürzlich in einer aufwendigen Rettungsaktion vor der dänischen Insel Anholt freigesetzt wurde, ist tot. Sein Kadaver liegt nun im Meer, und es besteht erhöhte Explosionsgefahr. Doch warum können tote Wale explodieren?
Die Ursache: Zersetzungsgase
Wenn ein Wal stirbt, beginnen Bakterien im Inneren des Kadavers mit der Zersetzung. Dabei entstehen Gase wie Methan, Schwefelwasserstoff und Kohlendioxid. Diese sammeln sich im Körper und blähen ihn auf. Der Druck kann so stark ansteigen, dass der Wal regelrecht explodiert. Besonders gefährlich wird es, wenn der Kadaver an die Oberfläche treibt oder an Land gespült wird.
Warum ist das gefährlich?
Eine Explosion eines Walkadavers kann umliegende Schiffe, Menschen oder Tiere gefährden. Die Gase sind zudem übelriechend und können gesundheitsschädlich sein. Im Fall von Timmy wurde daher eine Sicherheitszone eingerichtet. Experten beobachten den Kadaver genau, um im Ernstfall eingreifen zu können.
Was passiert mit dem Kadaver?
Normalerweise sinken tote Wale auf den Meeresgrund, wo sie von Aasfressern verwertet werden. Doch wenn der Kadaver durch Gase aufgetrieben wird, kann er an die Oberfläche gelangen. In einigen Fällen wird der Kadaver von Behörden kontrolliert zur Explosion gebracht, um eine unkontrollierte Detonation zu verhindern. Bei Timmy wird voraussichtlich eine natürliche Zersetzung abgewartet, sofern keine akute Gefahr besteht.
Die Behörden appellieren an Schifffahrt und Touristen, den Bereich um Anholt zu meiden, bis die Gefahr vorüber ist.



