Veggie-Pflicht bei „Dahoam is Dahoam“: Nachhaltigkeitsregeln am Set
Veggie-Pflicht bei „Dahoam is Dahoam“: Regeln für Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bei „Dahoam is Dahoam“: Produzent Robin von der Leyen im Gespräch

Die bayerische Erfolgsserie „Dahoam is Dahoam“ ist ein Dauerbrenner im BR. Täglich begeistert eine neue Folge die Zuschauer. Doch hinter den Kulissen wird hart gearbeitet, um die Produktion umweltfreundlich zu gestalten. Produzent Robin von der Leyen erklärt im Interview mit der AZ, welche Regeln am Set gelten und warum Nachhaltigkeit oberste Priorität hat.

Umweltbewusstsein als fester Bestandteil der Serie

Robin von der Leyen, Geschäftsführer der Constantin Television GmbH, ist seit dem Serienstart 2007 als Produzent dabei. Für ihn ist Nachhaltigkeit eine Herzensangelegenheit: „Wir müssen unseren Kindern eine Welt hinterlassen, die mindestens so schön ist wie die, in der wir leben“, betont er. Diese Einstellung wird auch am Set gelebt. Bereits zu Beginn der Serie wurde auf Müllvermeidung und den Schutz von Außendrehorten geachtet.

Der Weg zum „Green Motion“-Label

Seit 2020 gibt es den Arbeitskreis „Green Shooting“, den die Constantin Television GmbH mitbegründet hat. Um das „Green Motion“-Label zu erhalten, müssen 22 Kriterien erfüllt werden. Diese Standards stellen sicher, dass Produktionen wie „Dahoam is Dahoam“ ressourcenschonend arbeiten.

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Drei Säulen für nachhaltiges Drehen

Das Nachhaltigkeitskonzept der Serie basiert auf drei Säulen:

  • Produktionsprozess: Die Dreharbeiten sollen umweltschonend sein. Cast und Crew werden für das Thema sensibilisiert.
  • Zuschauer: Durch Storytelling sollen die Zuschauer inspiriert und aufgeklärt werden. Themen wie unverpackte Lebensmittel, autofreie Zonen oder E-Mobilität werden in der Serie aufgegriffen.
  • Drehortgestaltung: Verantwortungsvoller Umgang mit der Produktionsstätte ist essenziell.

Praktische Maßnahmen am Set

Die Umsetzung erfolgt durch konkrete Maßnahmen: LED-Lampen ersetzen alte Scheinwerfer, was Stromverbrauch und Hitzeentwicklung reduziert. Zudem wird auf Ökostrom gesetzt und der Papierverbrauch drastisch gesenkt. „Früher gab es eine riesige Papierflut, die heute vermieden wird“, erklärt von der Leyen. Auch beim Einkauf wird auf Regionalität und Bio-Qualität geachtet, Kostüme werden secondhand gekauft. Lange Reisen werden vermieden, da fast alle Szenen im eigenen Studiokomplex in Dachau gedreht werden.

Veggie-Pflicht und klare Regeln

Einmal pro Woche gibt es in der Kantine nur vegetarisches Essen – eine verbindliche Regel für alle. „Wer das nicht möchte, muss sein Essen selbst mitbringen“, so der Produzent. Verstöße gegen die Nachhaltigkeitsregeln werden ermahnt. Ein unabhängiger Green Consultant überwacht die Einhaltung der Kriterien. „Wir sind eine Gemeinschaft mit klaren Regeln“, betont von der Leyen. „Aber bisher gab es keine Probleme – niemand würde einfach Müll achtlos wegwerfen.“

Dank dieser Maßnahmen bleibt „Dahoam is Dahoam“ nicht nur unterhaltsam, sondern auch umweltfreundlich – zum Wohle der Zuschauer und der nächsten Generationen.

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