Wolfssichtung in der Lausitz: Tier in Weskow auf Futtersuche
Im Spremberger Ortsteil Weskow in der Lausitz hat ein Wolf in der vergangenen Woche auf mehreren Grundstücken nach Futter gesucht. Die Stadtverwaltung bestätigte die Sichtung und leitete umgehend Vergrämungsmaßnahmen ein. Dabei kam Knall- und Leuchtmunition zum Einsatz, um das Tier von den Wohnsiedlungen fernzuhalten.
Erfolgreiche Vergrämung und Warnung vor Komposthaufen
Die gezielten Maßnahmen zeigten laut Stadtangaben erfolgreiche Wirkung. Der Wolf wurde vertrieben und hat sich vorerst zurückgezogen. Allerdings warnt die Stadtverwaltung die Bürger nun dringend davor, Essensreste frei zugänglich zu lassen oder wilde Komposthaufen am Ortsrand anzulegen. Solche Nahrungsquellen könnten Wölfe anlocken und ihre natürliche Scheu vor Menschen reduzieren.
Experten des Landesamtes für Umwelt vermuten, dass es sich bei dem Tier um einen futterkonditionierten Wolf handeln könnte. Das bedeutet, dass der Wolf bereits gelernt hat, in menschlicher Nähe nach Nahrung zu suchen. Dieses Verhalten gilt als problematisch, da es die Sicherheit gefährden kann.
Hintergrund: Wiederholte Wolfssichtungen in der Region
In der Region Spremberg und der gesamten Lausitz werden seit einiger Zeit regelmäßig Wolfssichtungen gemeldet. Die Vergrämung ist ein etabliertes Mittel, um Wölfe mit auffälligem Verhalten von Siedlungen fernzuhalten. Laut der Wolfverordnung in Brandenburg handelt es sich dabei um das gezielte und wiederholte Einwirken mit Strafreizen, um zu verhindern, dass sich die Tiere an Menschen gewöhnen.
Die Stadt Spremberg betont, dass diese Maßnahmen notwendig sind, um ein friedliches Nebeneinander von Mensch und Wolf zu gewährleisten. Bürger werden aufgefordert, mögliche Nahrungsquellen zu beseitigen und verdächtige Beobachtungen umgehend zu melden.



