Das Veterinäramt hat im Burgenlandkreis und im Landkreis Harz knapp 230 Tiere aus katastrophaler Haltung befreit. Bereits in der vergangenen Woche entdeckten Mitarbeiter auf einem Privatgrundstück im Burgenlandkreis 97 Hunde, ein Chinchilla, ein Kaninchen und einen Graupapagei. Die Hunde waren zwar gut genährt, aber in einem schlechten Pflegezustand: Sie litten unter Parasiten, hatten verschmutztes Fell, kahle Stellen und Zahnerkrankungen. Die Tiere wurden aufgrund nicht tierschutzgerechter Haltungsbedingungen beschlagnahmt und auf 14 umliegende Tierheime verteilt.
Halter hatten Zuchtverbot
Die Halter waren dem Veterinäramt bereits bekannt und hatten ein Zuchtverbot auferlegt bekommen. Damals befanden sich 17 Hunde in ihrer Obhut. Sie gaben an, ab einem bestimmten Zeitpunkt die Kontrolle über den Hundebestand verloren zu haben. Das Chinchilla, das Kaninchen und der Graupapagei waren hingegen bei bester Gesundheit, so eine Sprecherin.
Weitere Rettung im Landkreis Harz
In Wegeleben im Landkreis Harz wurden am Mittag auf einem Privatgrundstück 45 Katzen und 2 Papageien sichergestellt. Nach Angaben des Landkreises wurden sie von zwei Frauen unter tierschutzwidrigen Umständen gehalten. Die Tiere lebten im Dreck und Kot, es fehlten Futter und Wasser, und sie wurden nicht tierärztlich versorgt. Zwei Mitarbeiterinnen wurden von Katzen gebissen und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Katzen und Vögel sollen zur Pflege in umliegende Tierheime übergeben werden.
Erst in der vergangenen Woche waren in Mönchhai im Landkreis Harz über 80 Tiere aus tierschutzwidriger Haltung in Gewahrsam genommen worden, darunter 45 Hunde, 33 Meerschweine und 8 Vögel.



