Buckelwal 'Timmy' verharrt weiter in flachem Ostseewasser vor Wismar
Der Buckelwal, der von Helfern liebevoll „Timmy“ getauft wurde, liegt auch weiterhin in flachem Wasser vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Ein Sprecher der Wasserschutzpolizei bestätigte, dass sich das Tier aktuell in der Kirchsee befindet, einem Teil der Wismarbucht. Zwei Polizeibeamte seien am Morgen zum Wal gefahren, um dessen Zustand zu überprüfen.
Aktivität in der Nacht und geplante Untersuchungen
Laut dem Polizeisprecher war der Wal in der vergangenen Nacht „sehr aktiv“, wobei nähere Einzelheiten zu diesem Verhalten nicht genannt wurden. Parallel dazu plant die Umweltschutzorganisation Greenpeace weitere Untersuchungen. Der Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack erklärte, man wolle sich gemeinsam mit weiteren Fachleuten einen Überblick über den Gesundheitszustand des Wales verschaffen.
Eine Fahrt zum Tier war für 8.00 Uhr angesetzt. Dabei betonte Maack, dass der Wal nicht animiert werden solle, in tieferes Wasser zu schwimmen. Greenpeace werde voraussichtlich am Vormittag über die Ergebnisse der Begutachtung informieren.
Langer Leidensweg des Ostseewals
Der Buckelwal treibt bereits seit Anfang März in der Ostsee umher. Behördenangaben zufolge tauchte er zunächst im Hafen von Wismar auf. In der Nacht zum 23. März strandete das Tier dann auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein. Durch den Einsatz von Helfern, die eine Rinne aushoben, gelang es dem Wal zunächst, das flache Wasser zu verlassen.
Am Samstag wurde er erneut vor Wismar in flachem Wasser gesichtet. Nachdem er am Montagabend kurzzeitig losgeschwommen war, ist seit Dienstagmittag bekannt, dass der Wal wieder festsitzt. Die anhaltende Präsenz des Meeressäugers in der für ihn ungewöhnlichen Ostsee-Umgebung bereitet Tierschützern und Behörden weiterhin große Sorge.



