TV-Star schockiert über saftige Rechnung nach tierischem Rettungseinsatz
Die bekannte TV-Persönlichkeit Evelyn Burdecki hat in den sozialen Medien für Aufsehen gesorgt, nachdem sie eine unerwartet hohe Tierarztrechnung veröffentlichte. Die 37-Jährige, die aus Formaten wie „Der Bachelor“ und „Let’s Dance“ bekannt ist, hatte auf dem Parkplatz ihres Tennisplatzes einen schwer verletzten Frosch entdeckt und umgehend in eine Tierklinik gebracht.
Rettungsaktion mit tragischem Ausgang und finanziellen Folgen
Gemeinsam mit ihrem Tennislehrer Henrik sicherte Burdecki das Tier, das sie liebevoll „Fridolin“ taufte, mithilfe einer Pappe und transportierte es zur nächsten verfügbaren Tierklinik. „Es ging um Leben oder Tod“, beschrieb die Besorgte die dramatische Situation. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung verschlechterte sich der Zustand des Amphibiums jedoch rapide. Der behandelnde Tierarzt diagnostizierte, dass das Tier im Sterben lag und entschied sich nach nur zwanzig Minuten für die Erlösung.
Die Konsequenz für die gutgläubige Retterin: Eine detaillierte Rechnung über 313,80 Euro, inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Aufgeschlüsselt wurden unter anderem:
- Notdienstgebühr: 50 Euro
- Untersuchung und Beratung: 58 Euro
- Injektionsnarkose: 48,30 Euro
- Einschläfern: 63,25 Euro
- Stationäre Unterbringung: 30,05 Euro
- Anonyme Kremierung: 3,15 Euro
Burdecki bezahlte zwar die Summe, äußerte jedoch grundsätzliche Bedenken: „Ich bin wirklich kein Geizhals“, betonte sie, fragte sich aber, warum Behörden oder Organisationen Privatpersonen für die Rettung von Wildtieren zur Kasse bitten.
Experten klären über Zuständigkeiten und Kulanzregelungen auf
Unter ihrem Instagram-Post teilten zahlreiche User ähnliche Erfahrungen. Während viele berichteten, dass Tierärzte bei Fundtieren aus Kulanz auf Rechnungen verzichteten, schilderte eine Frau eine parallele Situation mit Kosten von 175 Euro für das Einschläfern einer verletzten Krähe.
Pascal Neumann, Vereinschef der Tierrettung Uckermark e.V., erklärt die komplexe Rechtslage: „Nicht jeder Tierarzt ist dazu bereit, auf Gebühren zu verzichten“. In der brandenburgischen Uckermark existieren zwar in Städten wie Prenzlau, Templin und Angermünde sowie in umliegenden Orten wie Zehdenick und Liebenwalde Tierärzte, die teilweise oder ganz kulant handeln, dies sei jedoch keine Selbstverständlichkeit.
Der Verein spielt eine zentrale Rolle für Finder verletzter Wildtiere in der Region. Er übernimmt nicht nur die Versorgung, sondern gegebenenfalls auch die Tierarztkosten. Die Zuständigkeit hängt maßgeblich davon ab, ob es sich um ein jagdbares Tier handelt. In solchen Fällen ist primär der zuständige Jäger verantwortlich.
Neumann schildert einen exemplarischen Vorfall: Passanten entdeckten einen Rehbock, dessen Hörner sich in Zaunelementen verfangen hatten. „Die Anrufer gingen davon aus, dass wir mit einem Betäubungspfeil anrücken würden“, so der Experte. Er betont jedoch, dass derartige Einsätze sorgfältig abgewogen werden müssen, da ältere Rehe in Stationen häufig in Panik geraten und sich selbst gefährden. In diesem konkreten Fall übernahm schließlich der Jagdpächter die Versorgung.
Verein springt ein, wenn Kulanz ausbleibt
Für den Fall, dass ein nicht-partnernder Tierarzt keine Kulanz gewährt, übernimmt die Tierrettung Uckermark die Kosten. Dies geschah beispielsweise bei einem Schwan, dessen Jagdpächter nicht erreichbar war. Der Verein zahlte 200 Euro für die Erlösung des Tieres.
Burdecki hatte sich vorab bei Chat GPT über mögliche Tierarztkosten informiert, rechnete vor Ort jedoch mit kulantem Verhalten. Ihre Erfahrung zeigt, dass Wildtierrettungen nicht nur ethische, sondern auch finanzielle Fragen aufwerfen, die regional unterschiedlich gehandhabt werden.



