Weltrekord im Berliner Zoo: Gorilla-Oma Fatou feiert 69. Geburtstag
Im Berliner Zoo wurde am 13. April 2026 ein außergewöhnlicher Weltrekord gefeiert: Die Gorilla-Dame Fatou wurde 69 Jahre alt und ist damit der älteste lebende Gorilla auf unserem Planeten. Zum Ehrentag erhielt die Seniorin einen festlichen Bambusstrauß sowie einen prall gefüllten Korb mit frischem Gemüse, darunter Salat, Tomaten, Rote Bete und Brokkoli.
Ein außergewöhnliches Leben im Zoo
Seit dem Jahr 1959 ist Fatou im Berliner Zoo zu Hause. Da ihr exaktes Geburtsdatum nicht bekannt ist, wurde der 13. April als offizieller Ehrentag festgelegt. Tierpfleger Christian Aust betonte die Besonderheit dieses Alters: „Sie hat heute ihren 69. Geburtstag, den sie feiert. Das ist für einen Gorilla sehr außergewöhnlich.“ In freier Wildbahn erreichen Gorillas normalerweise nur ein Alter von 35 bis 45 Jahren.
Gesundheit und Lebensweise der Seniorin
Laut Kuratorin Jennifer Hahn ist Fatou „ein sehr umgängliches Tier“, das mit zunehmendem Alter jedoch ruhiger und entspannter geworden ist. Die Tierpfleger überwachen ihre Gesundheit intensiv. „Sie hat Arthrose, sie kann die Gelenke nicht mehr komplett strecken, sodass sie Beine und Arme nicht mehr ganz ausstrecken kann“, erklärt Hahn. Trotz dieser Einschränkungen ist die Gorilla-Oma noch gut zu Fuß und klettert sogar gelegentlich.
Fatou lebt abseits der Gruppe in einer eigenen Anlage. Aus gesundheitlichen Gründen erhält sie keine Früchte mehr, da der Zuckergehalt für sie problematisch wäre. Da sie zahnlos ist, wird ihr Futter teilweise gekocht serviert. Ihr Appetit bleibt jedoch unvermindert gut, und sie „lebt ihr Leben etwas gemütlicher und langsamer“, so Hahn.
Bedrohte Art in der Wildnis
Gorillas sind die größten und schwersten Menschenaffen und stehen in der Wildnis vor dem Aussterben. Die Hauptbedrohungen sind:
- Umfangreiche Abholzung der Wälder
- Ausweitung des Bergbaus
- Illegale Jagd und Wilderei
Die außergewöhnliche Lebensdauer von Fatou im Berliner Zoo unterstreicht die Bedeutung professioneller Tierhaltung und des Artenschutzes für diese bedrohten Primaten.



