Hamburger Wolf nach Attacke in Niedersachsen: Tötung oder Auswilderung?
Hamburger Wolf: Tötung oder Auswilderung nach Attacke?

Hamburger Wolf nach Attacke in Niedersachsen: Entscheidung über Tötung oder Auswilderung steht bevor

Die Zukunft des Wolfes, der in Hamburg eine Frau verletzt hat, bleibt weiterhin ungewiss. Das Tier wurde mittlerweile nach Niedersachsen verbracht, wie das Umweltministerium in Hannover bestätigte. Ein Sprecher des Ministeriums gab jedoch nicht preis, wohin genau der Wolf gebracht wurde, um sowohl das Tier als auch die beteiligten Personen vor unnötigem Trubel zu schützen.

Behörden prüfen Zustand des Wolfs und mögliche Optionen

„Man guckt sich jetzt erstmal an, wie ist der Zustand des Wolfes, lässt ihn zur Ruhe kommen und wird entscheiden, was dann mit ihm passiert“, erklärte der Sprecher. „Es ist schon gefordert worden, das Tier jetzt zu töten. Das muss entschieden werden.“ Eine Tötung eines gefangen genommenen Tieres wäre in diesem Fall ein Sonderfall, doch der Sprecher betonte, dass dies trotzdem eine mögliche Option sei, ohne jedoch vorzugreifen.

Alternativ könnte das Tier auch wieder freigelassen werden. „Auch eine Auswilderung wäre eine Option“, sagte der Sprecher. Viele Fragen sind damit nach wie vor offen, darunter:

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  • Wie lange der Wolf in seiner aktuellen Station bleiben soll
  • Woher der Wolf ursprünglich nach Hamburg kam
  • Ob die Behörden in Niedersachsen oder Hamburg für das Tier zuständig sind

Entscheidung muss kurzfristig fallen

Der Ministeriumssprecher wies darauf hin, dass ein Wildtier, das nicht an Gefangenschaft gewöhnt ist, nicht lange in einem Gehege belassen werden kann, das möglicherweise nicht dafür ausgelegt ist. „Deshalb muss schon kurzfristig und zeitnah entschieden werden, was mit dem Tier passieren soll.“ Es müsse geklärt werden, ob der Wolf in ein anderes Gehege verbracht werden kann oder ob eine andere Lösung gewählt wird.

Wölfe in Niedersachsen: Junge Tiere streifen durch Wohngebiete

Die Wahrscheinlichkeit eines Wolfsangriffs auf einen Menschen in Niedersachsen bezeichnete der Sprecher als „nicht größer oder kleiner“ als vor dem Vorfall in Hamburg. Gerade bei jungen Wölfen sei es bereits vorgekommen, dass diese in Wohngebieten herumstreifen. Es handele sich um Wildtiere, dessen müsse man sich bewusst sein.

Wer einem Wolf begegnet, sollte:

  1. Die Ruhe bewahren
  2. Sich dem Tier nicht nähern
  3. Sich möglichst entfernen

Im Zweifel sollten Betroffene die Polizei, das Forstbüro oder die Jägerschaft anrufen. In Niedersachsen leben mehr Wölfe als in den meisten anderen Bundesländern. Schätzungen zufolge gibt es landesweit mehr als 500 Wölfe, was die Diskussion über den Umgang mit solchen Vorfällen weiter anheizt.

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