LKA Sachsen ermittelt gegen militante Tierschützer nach Zerstörung von 75 Jagdeinrichtungen
LKA ermittelt gegen militante Tierschützer nach Jagdansitz-Zerstörungen

LKA Sachsen ermittelt gegen mutmaßliche militante Tierschützer nach Zerstörung von Jagdeinrichtungen

Das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) hat Ermittlungen gegen eine Gruppe mutmaßlicher militanter Tierschützer aufgenommen. Im Fokus der Ermittlungen stehen ein 27-jähriger Österreicher sowie vier deutsche Staatsbürger im Alter zwischen 21 und 35 Jahren. Den fünf Männern wird die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, die gezielt Jagdeinrichtungen in Dresden und dem umliegenden Gebiet beschädigt und zerstört haben soll.

Systematische Zerstörung über einen längeren Zeitraum

Laut den vorliegenden Ermittlungsergebnissen wurden zwischen dem 25. Dezember 2023 und dem 25. Mai 2025 insgesamt 75 Jagdeinrichtungen, vorwiegend Ansitzplätze, beschädigt oder vollständig zerstört. Die Behörden weisen darauf hin, dass von den beschädigten oder zerstörten Ansitzplätzen eine konkrete Gefahr für Leib und Leben der Jäger ausgeht. Der vorläufig geschätzte Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 70.000 Euro.

„Die systematische Beschädigung dieser Einrichtungen stellt nicht nur einen erheblichen Sachschaden dar, sondern gefährdet auch die Sicherheit der betroffenen Personen“, so eine offizielle Mitteilung des LKA.

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Durchsuchungsmaßnahmen in drei sächsischen Städten

In diesen Tagen führte das LKA koordinierte Durchsuchungsmaßnahmen in den Städten Dresden, Leipzig und Halle (Saale) durch. Bei den Razzien konnten die Ermittler zahlreiche Beweismittel sicherstellen. Dazu zählen:

  • Kommunikationsmittel wie Handys und Smartphones
  • Verschiedene Speichermedien mit potenziell relevanten Daten
  • Verdächtige Unterlagen und Schriftstücke
  • Werkzeuge, die mutmaßlich bei den Beschädigungen verwendet wurden

Haftbefehle wurden im Zuge dieser Maßnahmen nicht beantragt. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Auswertung der sichergestellten Beweismittel, um die genauen Tatumstände und die Struktur der mutmaßlichen Vereinigung aufzuklären.

Hintergrund und weitere Entwicklung

Die Gruppe soll gezielt Jagdeinrichtungen angegriffen haben, um Jägern das Leben schwer zu machen und gegen die Praxis der Jagd zu protestieren. Die Ermittlungen des LKA Sachsen laufen auf Hochtouren, wobei die Behörden betonen, dass die Sicherheit der Bevölkerung und der betroffenen Berufsgruppen oberste Priorität hat. Weitere Schritte und mögliche Anklagen hängen von den Ergebnissen der aktuellen Beweisauswertung ab.

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